Seien wir mal ganz ehrlich, ich habe ja seit neuestem die Vorzüge des Tricktraining entdeckt, finde das alles ganz wunderbar und yippeyeah, ich finde es cool, mich vor anderen Leuten zum Affen zu machen, weil ein Beagle eben einfach ein Beagle bleibt und manchmal eben einfach nicht tut, was man möchte. Besonders gerne vor Publikum, wenn man etwas schlecht gelaunt ist. Lotte ist einfach eine Diva, Callas hätte ihr Name werden sollen. Vielleicht benenne ich das Tier noch um.
Aber Shapen, bitte wieviel fragt sich der Leser? WAS tut sie jetzt schon wieder? Mein armer Hund muss viel ertragen, aber hei, Abwechslung ist alles im Leben denke ich mir und ich möchte die nächsten Tricks frei formen. Es gibt Foren, da werden die besten Tricks zum Shapen diskutiert, ich habe alle gelesen, also los. Beim Shapen geht es darum, dem Hund eine natürliche Verhaltensweise als Kunststück beizubringen, zum Beispiel: Sich mit der Zunge über die Schnauze lecken. Klingt simpel, dachte ich auch. Der Clou an der Sache: Der Hund muss es von selbst zeigen, man sollte ihn möglichst wenig dazu animieren, oder so (vielleicht habe ich das nicht ganz richtig gelesen, aber egal. Dem Humor des Blogs dient es auf jeden Fall).
Beim Shapen habe ich persönlich das Gefühl, Lotte macht sich einen Heidenspass daraus genau das nicht zu tun, was ich von ihr möchte. Glaubt doch nicht, dass sich Lotte ohne Goody auch nur einmal über die Nase lecken würde. Ich halte also das Goody in der Hand und Lotte spult mal alle Tricks durch, die sie so gelernt hat. Wenn keiner passt und einfach dieses verdammte Ding nicht in ihre Schnauze wandert, dann eben nicht, behalt doch dein Goody. EHRLICH! Ich sage ja, die Callas, wie sie liebt und lebt. Bis zu einem gewissen Grad zu Spässen aufgelegt, aber irgendwann ist Schluss mit lustig. Dann macht sie einfach nicht mehr. Keinen Bock mehr, danke.
Ähnlich wie das Shapen läuft auch das Clickern, Lotte fragt sich, wozu dieses KnickKnack gut sein soll, wenn ich mein Belohnungswort ja sowieso habe. Sie weiss, dass ich sie mit fein, toll, gut, super, yipiyeah auf Weite toll belohnen kann, sie schaut immer etwas irritiert mit dem Clicker. Prinzip begriffen, sie schaut mir gern dabei zu, "Aber Frauchen, ist schon bisschen doof, findste nicht auch?". Dabei würde ich gern mit ihr Clickern, so eine coole Sache. Aber naja. Lotte wäre nicht Lotte, wenn sie nicht ihren eigenen Kopf hätte.
Also sass ich bei meinem letzten Versuch meinem Hund etwas einzushapen (der Mann in meinem Leben fragte mich verwirrt, ob ich mit shapen meinte den Hund in eine Kuchenform zu pressen) eine halbe Stunde auf dem Boden, Lotte turnte vor mir im "Verbeugen", "High five, High ten, Drehen, Tod, ......". War cool zuzuschauen, aber einmal mit der verdammten Zunge über die Lefzen lecken. Nicht drin.
Ich machs auf die herkömmliche Weise. Beagle shapen einfach nicht, Beagle wollens eben einfach richtig lernen. Solche Kinder mag ich auch in der Schule.
Ein Blog über ein dreifarbiges Beaglemädchen, das mit seiner Besitzerin die Welt entdeckt.
Video folgt!!
Jaja, ich muss mal wieder einen dieser leidigen Blogbeiträge schreibe, in denen ich wieder betone, was für einen Knallerbeagle ich habe. Aber hei, ich habe das Glück, warum nicht teilen.
Lotte und ich betrieben ja immer wieder mal und zwischendurch Tricktraining. Es gibt nicht entspannenderes als abends noch schnell eine halbe oder auch mal eine ganze Stunde (statt Fernsehen) mit dem Hundi Tricks zu üben. Und Lotti ist erst noch müde und ausserdem ist der Vorführeffekt einfach richtig toll. Wer möchte nicht Blödsinn mit seinem Hund zeigen?
Also, Lottehase und ich hatten während meines Praktikums viel zu wenig Zeit den Hundeplatz zu besuchen, also Tricktraining, das Zauberwort.
Wir haben also geübt. Auf den Arm springen. Lotte springt schon seit geraumer Zeit auf meinen Schoss und damit war die wilde Fahrt eröffnet, meine Oberschenkel sehen aus, als hätte ich einen schweren Kampf mit einer Eisenstange gehabt, grün und blau, aber es macht sich bezahlt.
Zuerst haben wir also auf den Schoss springen weiter gefestigt, dann habe ich mir alle (wirklich alle) Kissen aus der Wohnung zusammengesucht, mich auf den Stuhl gesetzt und nach und nach alle Kissen unter meinen Hintern gestapelt. Hört sich lustig an, war es auch. Denn es kommt der Überwindungsaugenblick, wo der Hund einfach das Bein "hochlaufen" muss. Natürlich springt sie, aber das weiss sie ja nicht. Ausserdem darf Lotte sich bei ihrer Zwergengrösse gern abstossen (autsch!).
So haben wir das jeden Abend still für uns geübt, bis wir uns vor Waldpublikum getraut haben. Da stiessen wir natürlich sofort wieder auf die Sorte "Bäääh, ein Beagle, die hören ja eh nicht." HAH! Ihr Zweifler, da habt ihrs. Baff erstaunt waren die, schwuppdiwupp und mein Beagle sitzt auf dem Arm. So und jetzt? Damit waren wir natürlich nicht fertig.
Weiter gings mit durch den Arm springen. Eine leichte Übung, aber Lotte bringt es doch tatsächlich fertig, trotz Zwergengrösse mir mitten ins Gesicht zu springen. Aber vielleicht hatte ich auch einfach nur vergessen die Nase aus dem Weg zu nehmen, aber ich bin mir ziemlich sicher nur knapp einem Nasenbruch entgangen zu sein. So ein Beagle im Gesicht ist aber auch eine hässliche Sache.
Daraufhin beschloss Lotte aus Rücksicht zu ihrer Besitzerin nur noch den Armring zu schreiten, was der Zirkuskomponente der Übung den Reiz nimmt. Falls der Beaglehintern wieder einmal nicht hoch genug kam konnte sie auch einfach auf meine Arme treten.
Da wir einige Male geübt haben sehen meine Arme jetzt auch ziemlich lädiert aus. Um nicht zu sagen ein bisschen schrecklich. Aber das macht ja nichts. Der Hund hat Spass. Mittlerweile springt Madame, aber eben. Beagle. Nur, wenn sie Lust hat, aber jederzeit gern vor Publikum.
Sich um die eigene Achse drehen kann Lotte bisher nur rechts herum. Links herum fehlt die Koordination. Warum auch immer.
Denn wir haben auch gelernt auf der Vitaparcoursstange zu drehen( beide Richtungen, dont ask), zu sitzen und Platz zu machen. Derzeit üben wir am Rückwärtsgang, den Lotte aber eher als ungalanten Abgang benutzt. Ist aber auch verdammt schwierig. Rückwärtsgehen an sich findet sie schon schwierig genug. Aber man sollte nie aufhören zu üben und an seinen Hund zu glauben.
Gerade Lotte ist die ideale Lehrmeisterin. Beim Sprung auf den Arm (der immer noch eher ein Sprung auf meine Hüfte ist, wir kaschieren es nur geschickt) hatte ich nach dem dritten Abend, wo sie nur so lange auf meinen Schoss gesprungen ist, wenn ich sass und kein Stück weiter, das Gefühl, dass wir das ganze vielleicht doch aufgeben sollten. Aber siehe da, am Ende des dritten Abends, mit eingeklemmten Leckerchen zwischen meinen Zähnen klappte es auf einmal. Andere Hunde hätten sich früher dazu überreden lassen, aber ein Beagle braucht einfach seine Zeit und der Halter muss beharrlich dran bleiben. Wir werden den Rückwärtsgang auf der Vitaparcoursstange hinkriegen. Ich weiss es.
Sie ist einfach mein Superbeagle. Achso, High five mit Abstand geht auch schon, ebenso high ten.
Morgen, bei Regenwetter schauen wir mal, ob wir es schaffe, dass sie in einer Schüssel blubbert.
Auch Beagle können das. Die doofen Zweifler aus dem Wald mussten übrigens zugeben, dass meine kleine, freche Hundedame offenbar ein grosses Talent hat und sehr (!) gut hört.
Es geht eben. Man muss nur daran glauben und einfach immer weiter machen.
Lotte und ich betrieben ja immer wieder mal und zwischendurch Tricktraining. Es gibt nicht entspannenderes als abends noch schnell eine halbe oder auch mal eine ganze Stunde (statt Fernsehen) mit dem Hundi Tricks zu üben. Und Lotti ist erst noch müde und ausserdem ist der Vorführeffekt einfach richtig toll. Wer möchte nicht Blödsinn mit seinem Hund zeigen?
Also, Lottehase und ich hatten während meines Praktikums viel zu wenig Zeit den Hundeplatz zu besuchen, also Tricktraining, das Zauberwort.
Wir haben also geübt. Auf den Arm springen. Lotte springt schon seit geraumer Zeit auf meinen Schoss und damit war die wilde Fahrt eröffnet, meine Oberschenkel sehen aus, als hätte ich einen schweren Kampf mit einer Eisenstange gehabt, grün und blau, aber es macht sich bezahlt.
Zuerst haben wir also auf den Schoss springen weiter gefestigt, dann habe ich mir alle (wirklich alle) Kissen aus der Wohnung zusammengesucht, mich auf den Stuhl gesetzt und nach und nach alle Kissen unter meinen Hintern gestapelt. Hört sich lustig an, war es auch. Denn es kommt der Überwindungsaugenblick, wo der Hund einfach das Bein "hochlaufen" muss. Natürlich springt sie, aber das weiss sie ja nicht. Ausserdem darf Lotte sich bei ihrer Zwergengrösse gern abstossen (autsch!).
So haben wir das jeden Abend still für uns geübt, bis wir uns vor Waldpublikum getraut haben. Da stiessen wir natürlich sofort wieder auf die Sorte "Bäääh, ein Beagle, die hören ja eh nicht." HAH! Ihr Zweifler, da habt ihrs. Baff erstaunt waren die, schwuppdiwupp und mein Beagle sitzt auf dem Arm. So und jetzt? Damit waren wir natürlich nicht fertig.
Weiter gings mit durch den Arm springen. Eine leichte Übung, aber Lotte bringt es doch tatsächlich fertig, trotz Zwergengrösse mir mitten ins Gesicht zu springen. Aber vielleicht hatte ich auch einfach nur vergessen die Nase aus dem Weg zu nehmen, aber ich bin mir ziemlich sicher nur knapp einem Nasenbruch entgangen zu sein. So ein Beagle im Gesicht ist aber auch eine hässliche Sache.
Daraufhin beschloss Lotte aus Rücksicht zu ihrer Besitzerin nur noch den Armring zu schreiten, was der Zirkuskomponente der Übung den Reiz nimmt. Falls der Beaglehintern wieder einmal nicht hoch genug kam konnte sie auch einfach auf meine Arme treten.
Da wir einige Male geübt haben sehen meine Arme jetzt auch ziemlich lädiert aus. Um nicht zu sagen ein bisschen schrecklich. Aber das macht ja nichts. Der Hund hat Spass. Mittlerweile springt Madame, aber eben. Beagle. Nur, wenn sie Lust hat, aber jederzeit gern vor Publikum.
Sich um die eigene Achse drehen kann Lotte bisher nur rechts herum. Links herum fehlt die Koordination. Warum auch immer.
Denn wir haben auch gelernt auf der Vitaparcoursstange zu drehen( beide Richtungen, dont ask), zu sitzen und Platz zu machen. Derzeit üben wir am Rückwärtsgang, den Lotte aber eher als ungalanten Abgang benutzt. Ist aber auch verdammt schwierig. Rückwärtsgehen an sich findet sie schon schwierig genug. Aber man sollte nie aufhören zu üben und an seinen Hund zu glauben.
Gerade Lotte ist die ideale Lehrmeisterin. Beim Sprung auf den Arm (der immer noch eher ein Sprung auf meine Hüfte ist, wir kaschieren es nur geschickt) hatte ich nach dem dritten Abend, wo sie nur so lange auf meinen Schoss gesprungen ist, wenn ich sass und kein Stück weiter, das Gefühl, dass wir das ganze vielleicht doch aufgeben sollten. Aber siehe da, am Ende des dritten Abends, mit eingeklemmten Leckerchen zwischen meinen Zähnen klappte es auf einmal. Andere Hunde hätten sich früher dazu überreden lassen, aber ein Beagle braucht einfach seine Zeit und der Halter muss beharrlich dran bleiben. Wir werden den Rückwärtsgang auf der Vitaparcoursstange hinkriegen. Ich weiss es.
Sie ist einfach mein Superbeagle. Achso, High five mit Abstand geht auch schon, ebenso high ten.
Morgen, bei Regenwetter schauen wir mal, ob wir es schaffe, dass sie in einer Schüssel blubbert.
Auch Beagle können das. Die doofen Zweifler aus dem Wald mussten übrigens zugeben, dass meine kleine, freche Hundedame offenbar ein grosses Talent hat und sehr (!) gut hört.
Es geht eben. Man muss nur daran glauben und einfach immer weiter machen.
Kurzgeschichte... Ein Schreibprojekt.
Denn so leicht, wie sie durch den Wald trabte, so schwer fiel es ihr, die Pfoten auf dem Teer zu heben. Sie lief nun schon Stunden neben dem Mädchen her und fragte, sich, wozu sie diese Menschen ansprachen, die sie ignorierten, dann dieses schwarzes Teil vor das Gesicht gehalten wurde und es einige Male ein "Klack" abgab.
Sie wünschte sich an einen anderen Ort, es stank, Beine umgaben sie und sie musste immerzu aufpassen, dass ihr niemand auf die Pfoten trat. Ausserdem musste sie am Bändel gehen. Sie hasste das Bändel, dass ihr verwehrte den Spuren, die so verführerisch dufteten nachzulaufen.
Die Besitzerin konnte diese Düfte natürlich nicht wahrnehmen, wie sehr sie das arme Ding doch bemitleidete. Sie verstand einfach nicht, warum auch die guten kleinen Essenstückchen sie nicht davon abhalten konnten manchmal ihrer Nase nachzugehen. Sie tat das nie lang, aus Anstand. Sie wusste genau, dass sie ansonsten wieder an das lange Bändel musste, dass ihr schwer auf dem Rücken lag und wo sie immerzu mit dem Mädchen verbunden war.
Diese Steinhölle war wirklich nur allzu mühsam, sie musste dringend ein Geschäft loswerden, aber wo? Es gab nirgendwo auch nur ein kleines Büschelchen Gras, also hielt sie an.
Plötzlich stieg ihr ein verführerischer Duft in die Nase. Die Mischung aus Liebe, einem Würstchen und ihrem besten Hundefreund. Das konnte nur eine Person sein. Das Mädchen und der Duft nach Hundeliebe umarmten sich, wieder gab es dieses "Klack". Aber endlich wurde sie nicht mehr ignoriert, sie freute sich umgemein, die Vorfreude auf die unglaublichen guten Essenstückchen, die der Duft nach Hundeliebe immer mit dabei hatte liess ihr das Wasser im Munde zusammenlaufen. Sie sprang hoch, in diesem Augenblick fuhr ein furchtbarer Schmerz durch ihren Rücken. Sie zuckte zusammen und liess sich fallen. Reglos blieb sie liegen.
Das Mädchen beugte sich über sie, sprach sie an und streichelte sie. Aber sie konnte nur schwach ihre Hand ablecken, so schlimm war der Schmerz in ihrem Rücken. Das Mädchen wollte sie hochheben, aber der Schmerz war so stark, dass sie ihr in die Hand biss. Aber das Mädchen liess sich nicht abschütteln. Der Schmerz hüllte sie ein, sie spürte nicht, wie sie hochgehoben und in einen Korb gelegt wurde.
Sie kam zu sich und es stach ein beissender Geruch in ihre Nase. Aber die Schmerzen waren nicht mehr so schlimm. Sie fühlte sich wie auf Watte, sie sah das Mädchen, mit Tränen in den Augen. Hörte die Frage, ob es noch Hoffnung gäbe. Die Antwort hörte sie nicht mehr.
BTW: Lotte geht es gut, alles in Ordnung, dieser Text ist ein Schreibprojekt für die Schule. Ich möchte den Schülern einen Text vorlegen zum Thema selbstgeschriebene Kurzgeschichten und damit sie nicht das Gefühl haben, ich würde mich drücken, habe ich diesen Text geschrieben.
Bild zum Text:
Sie wünschte sich an einen anderen Ort, es stank, Beine umgaben sie und sie musste immerzu aufpassen, dass ihr niemand auf die Pfoten trat. Ausserdem musste sie am Bändel gehen. Sie hasste das Bändel, dass ihr verwehrte den Spuren, die so verführerisch dufteten nachzulaufen.
Die Besitzerin konnte diese Düfte natürlich nicht wahrnehmen, wie sehr sie das arme Ding doch bemitleidete. Sie verstand einfach nicht, warum auch die guten kleinen Essenstückchen sie nicht davon abhalten konnten manchmal ihrer Nase nachzugehen. Sie tat das nie lang, aus Anstand. Sie wusste genau, dass sie ansonsten wieder an das lange Bändel musste, dass ihr schwer auf dem Rücken lag und wo sie immerzu mit dem Mädchen verbunden war.
Diese Steinhölle war wirklich nur allzu mühsam, sie musste dringend ein Geschäft loswerden, aber wo? Es gab nirgendwo auch nur ein kleines Büschelchen Gras, also hielt sie an.
Plötzlich stieg ihr ein verführerischer Duft in die Nase. Die Mischung aus Liebe, einem Würstchen und ihrem besten Hundefreund. Das konnte nur eine Person sein. Das Mädchen und der Duft nach Hundeliebe umarmten sich, wieder gab es dieses "Klack". Aber endlich wurde sie nicht mehr ignoriert, sie freute sich umgemein, die Vorfreude auf die unglaublichen guten Essenstückchen, die der Duft nach Hundeliebe immer mit dabei hatte liess ihr das Wasser im Munde zusammenlaufen. Sie sprang hoch, in diesem Augenblick fuhr ein furchtbarer Schmerz durch ihren Rücken. Sie zuckte zusammen und liess sich fallen. Reglos blieb sie liegen.
Das Mädchen beugte sich über sie, sprach sie an und streichelte sie. Aber sie konnte nur schwach ihre Hand ablecken, so schlimm war der Schmerz in ihrem Rücken. Das Mädchen wollte sie hochheben, aber der Schmerz war so stark, dass sie ihr in die Hand biss. Aber das Mädchen liess sich nicht abschütteln. Der Schmerz hüllte sie ein, sie spürte nicht, wie sie hochgehoben und in einen Korb gelegt wurde.
Sie kam zu sich und es stach ein beissender Geruch in ihre Nase. Aber die Schmerzen waren nicht mehr so schlimm. Sie fühlte sich wie auf Watte, sie sah das Mädchen, mit Tränen in den Augen. Hörte die Frage, ob es noch Hoffnung gäbe. Die Antwort hörte sie nicht mehr.
BTW: Lotte geht es gut, alles in Ordnung, dieser Text ist ein Schreibprojekt für die Schule. Ich möchte den Schülern einen Text vorlegen zum Thema selbstgeschriebene Kurzgeschichten und damit sie nicht das Gefühl haben, ich würde mich drücken, habe ich diesen Text geschrieben.
Bild zum Text:
Schwarzwaldtour
Letzte Woche waren Lotte und ich spontan mit einer Freundin im Schwarzwald. Kurz gesagt, es war wunderbar, wir Mädels hatten unsere Hunde dabei, waren in ein Viersterne S-Hotel einquartiert, der Plan: Wandern, Wellness, lecker essen. Das hat auf jeden Fall perfekt geklappt. Ich muss das Hotel noch besonders loben, das "Adler" Hotel in Häusern begrüsste uns unglaublich gastfreundlich, aber nicht nur uns, sondern auch unsere Hunde. Auf dem Zimmer standen Hundebetten und Näpfe bereit. Das mag ich persönlich ja gern.
Wir hatten bombastisches Wetter erwischt, perfekt um dem fünf Monate altem English Setter Mix meiner Freundin laufen beizubringen. Wobei der junge Herr so fit ist, dass man das gar nicht muss. Ich fühle mich, wenn ich ihn so sehe, immer wieder an Lotte in klein erinnert. Aufmüpfig, übermütig, frech, distanzlos, aber immer so liebenswürdig, dass man ihm alles verzeihen möchte. Zum Glück hat er eine konsequente Hand erwischt, die ihm nichts durchgehen lässt. Wenn ich diese beiden so beobachte, dann bin ich schon froh, dass ich nicht mehr auf jeden Blödsinn bei Lotte achten muss, sondern mich mehr und mehr auf meine Hündin verlassen kann. Lotte wird aber auch wählerischer, längst ist nicht mehr jede Person gut genuag. Georgia mag sie sehr gern, besonders nach diesem Wochenende.
Wir genossen also in vollen Zügen.
Einen Tag hatten wir uns eine längere Wanderung ausgesucht, die natürlich durch Pausen für die Hunde, besonders den Lütten immer wieder ihre Unterbrüche finden sollte.
Während dieser Wanderung stellte ich fest, dass man eben erst merkt, wie sehr man ein Tier liebt, wenn man sich darum sorgt. Lotte gab mir wieder einmal Anlass dazu.
Der geneigte Leser meines kleinen Blogs kennt ja bereits die vorwitzige Nase meiner Lotte. Ich muss aber präzisieren. Lotte steckt ihre Nase zwar überall hinein, aber ganz entgegen ihrer Rasseveranlagung, die sie dazu zwingen müsste wahllos alles in sich hineinzustopfen, frisst sie draussen praktisch nichts. Nur ausgewählte, selbst gezupfte Gräser. Aber auch nicht jedes Gras, Vorlieben hat sie für junge Hälmchen einer langstieligen Sorte. Aber wenn irgendwo ein Loch ist, mein Beagle versenkt seine Nase darin. Garantiert. Charly, so heisst der Settermix, tut das auch, aber die Fressgier hat Lotte offenbar an ihn weitergereicht, er stopft alles in sich hinein.
Die beiden waren also fröhlich im Wald beschäftigt, wo man Lotte nach wie vor ohne Leine laufen lassen kann und trieben einigen Schabernack miteinander. Eine Lieblingsbeschäftigung, besonders, wenn man Zuschauer hat oder einer von beiden besonders aufpassen sollte.
Die beiden sind ein Dreamteam, denn auch Spielpartner werden bei Lottchen ausgewählt. Würde ich tatsächlich noch einen zweiten Hund wollen, ich müsste mir also sehr genau überlegen, was bei mir einzieht.
Aber ich schweife, wie immer, ab.
Lotte steckt also ihre Nase überall rein. Ameisenhaufen, das Thema hatten wir glücklicherweise schon in der Junghundphase abgehandelt, aber da gibt es im Schwarzwald noch viel besseres. Und das tut noch viel mehr weh!
Ein Wespennest.
Lotte war bisher immer fasziniert von UFOs und wenn diese Dinger schonmal wieder im Boden landen, warum denn auch nicht hinterherspazieren und mal nachschauen, was sie dort so tun? Zum Glück war Charly unterdessen anderweitig beschäftigt.
Ich bin froh, dass ich es nicht gesehen habe, jedenfalls nicht den Anfang, aber Georgia konnte das Geschehen verfolgen und erzählte mir nachher, dass um Lotte ein Schwarm Wespen flog. Meine Wenigkeit bekam die Story nicht etwa mit, weil mein Hund vor Schmerz quietschen würde, sie ist so hart im Nehmen, das käme ihr wahrscheinlich erst bei Beinbruch oder derartigem in den Sinn, nein, ich hörte Georgia mit einem Anflug von Panik in der Stimme nach Lotte schreien. Und wieder und wieder. Denn Lotte hatte offenbar beschlossen sich erstmal nicht weiter von diesen pieksenden Dingern ablenken zu lassen. Irgendwann war zum Glück der Schmerz grösser als die Neugier und Lotte versuchte sich krampfhaft von einigen pieksenden Tieren zu befreien und trat die Flucht nach hinten an.
Ich war natürlich alamiert und konnte nichts machen, sonst hätten wir ein gröberes Problem gehabt. Aber Georgia half Lotte die restlichen Biester abzuschütteln - der folgende Anblick tat mir in der Seele weh, brachte mich aber nach einer Schrecksekunde schnell zum Lachen. Die Wespen hatten Lotte mitten in die Nase gestochen, die anschwoll, wie eine Kartoffel. Ausserdem schwollen ihr die Ohren an und unter den Augen hatten auch einige getroffen. Meine kleine Schönheit sah aus wie nach einem Boxkampf. Offenbar fühlte sie sich auch so, denn Lotte verliess uns nicht mehr. Die sonst aufrecht getragene Rute hing schlapp herunter und sobald ein fliegendes Objekt auf sie zukam wurde sie schon fast panisch.
Ich kann jetzt nicht sagen, dass es mich nicht ein wenig amüsiert hätte. Wer Lottes Selbstbewusstsein kennt, der kann es sich nur schwer vorstellen. Aber seit dieser Szene ist mein Beaglechen noch anhänglicher, als es eigentlich sowieso schon ist (noch so ein blödes Gerücht, Beagle sind sehr anhänglich, sie möchten nur einfach ab und zu die Welt erkunden). Sie lief also, anhänglich, verschüchtert und liebebedürftig hinter uns her. Am liebsten hätte ich sie getragen. Seit diesem Tag und ich weiss nicht, ob es die Wespen waren, aber ich schwöre, mein Beagle folgt mir, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie liegt seit neuestem auf meinen Füssen, wenn ich am Schreibtisch arbeite, sie lässt mich kaum noch aus den Augen, draussen ist sie folgsamer, anhänglicher, der Blödsinnbeagle ist zwar geblieben, aber das Band zwischen uns beiden hat sich ins Gute verändert. Nicht das es vorher schlecht war, nur anders. Vielleicht ist das auch nicht für immer so. Wir werden sehen.
Zum Glück-und sonst hätte ich mir erst recht Sorgen gemacht-blieb der hängende Schwanz Zustand nicht lang. Schon bald hob sich die Rute Zentimeter um Zentimeter, der Abstand zu meinen Beinen wurde grösser und Fliegviechern wurde nur noch aus dem Weg gegangen. Allerdings wurde eine wandernde Ameise auf der Pfote eiligst verscheucht mit einem sehr lustigen Gesichtsausdruck. Lotte kann aufgrund ihrer langen Ohren nicht böse gucken und sieht, wenn sie es versucht immer aus, als würde sie sehr angestrengt mit Zuhören beschäftigt sein, weil ihre Ohren dann nach unten fallen. Aber wenn die Ameise gewusst hätte, was Lotte mit dem Blick hätte bezwecken wollen, sie wäre sofort in Ohnmacht gefallen.
Mein Beagle wäre aber nicht mein Beagle, wenn sie am Ende, abgesehen von ihrer Quasimodonase wieder die alte gewesen wäre. Ich habe sie natürlich kurz im kalten Wasser gebadet, damit die Stiche nicht so weh tun und Lotte lässt sich von derlei Unpässlichkeiten nicht den Tag verderben. Sie war nur etwas vorsichtiger.
Lotte und ich empfehlen: Schwarzwaldtour mit Hundefreunden, es wird ganz bestimmt lustig!!
Wir hatten bombastisches Wetter erwischt, perfekt um dem fünf Monate altem English Setter Mix meiner Freundin laufen beizubringen. Wobei der junge Herr so fit ist, dass man das gar nicht muss. Ich fühle mich, wenn ich ihn so sehe, immer wieder an Lotte in klein erinnert. Aufmüpfig, übermütig, frech, distanzlos, aber immer so liebenswürdig, dass man ihm alles verzeihen möchte. Zum Glück hat er eine konsequente Hand erwischt, die ihm nichts durchgehen lässt. Wenn ich diese beiden so beobachte, dann bin ich schon froh, dass ich nicht mehr auf jeden Blödsinn bei Lotte achten muss, sondern mich mehr und mehr auf meine Hündin verlassen kann. Lotte wird aber auch wählerischer, längst ist nicht mehr jede Person gut genuag. Georgia mag sie sehr gern, besonders nach diesem Wochenende.
Wir genossen also in vollen Zügen.
Einen Tag hatten wir uns eine längere Wanderung ausgesucht, die natürlich durch Pausen für die Hunde, besonders den Lütten immer wieder ihre Unterbrüche finden sollte.
Während dieser Wanderung stellte ich fest, dass man eben erst merkt, wie sehr man ein Tier liebt, wenn man sich darum sorgt. Lotte gab mir wieder einmal Anlass dazu.
Der geneigte Leser meines kleinen Blogs kennt ja bereits die vorwitzige Nase meiner Lotte. Ich muss aber präzisieren. Lotte steckt ihre Nase zwar überall hinein, aber ganz entgegen ihrer Rasseveranlagung, die sie dazu zwingen müsste wahllos alles in sich hineinzustopfen, frisst sie draussen praktisch nichts. Nur ausgewählte, selbst gezupfte Gräser. Aber auch nicht jedes Gras, Vorlieben hat sie für junge Hälmchen einer langstieligen Sorte. Aber wenn irgendwo ein Loch ist, mein Beagle versenkt seine Nase darin. Garantiert. Charly, so heisst der Settermix, tut das auch, aber die Fressgier hat Lotte offenbar an ihn weitergereicht, er stopft alles in sich hinein.
Die beiden waren also fröhlich im Wald beschäftigt, wo man Lotte nach wie vor ohne Leine laufen lassen kann und trieben einigen Schabernack miteinander. Eine Lieblingsbeschäftigung, besonders, wenn man Zuschauer hat oder einer von beiden besonders aufpassen sollte.
Die beiden sind ein Dreamteam, denn auch Spielpartner werden bei Lottchen ausgewählt. Würde ich tatsächlich noch einen zweiten Hund wollen, ich müsste mir also sehr genau überlegen, was bei mir einzieht.
Aber ich schweife, wie immer, ab.
Lotte steckt also ihre Nase überall rein. Ameisenhaufen, das Thema hatten wir glücklicherweise schon in der Junghundphase abgehandelt, aber da gibt es im Schwarzwald noch viel besseres. Und das tut noch viel mehr weh!
Ein Wespennest.
Lotte war bisher immer fasziniert von UFOs und wenn diese Dinger schonmal wieder im Boden landen, warum denn auch nicht hinterherspazieren und mal nachschauen, was sie dort so tun? Zum Glück war Charly unterdessen anderweitig beschäftigt.
Ich bin froh, dass ich es nicht gesehen habe, jedenfalls nicht den Anfang, aber Georgia konnte das Geschehen verfolgen und erzählte mir nachher, dass um Lotte ein Schwarm Wespen flog. Meine Wenigkeit bekam die Story nicht etwa mit, weil mein Hund vor Schmerz quietschen würde, sie ist so hart im Nehmen, das käme ihr wahrscheinlich erst bei Beinbruch oder derartigem in den Sinn, nein, ich hörte Georgia mit einem Anflug von Panik in der Stimme nach Lotte schreien. Und wieder und wieder. Denn Lotte hatte offenbar beschlossen sich erstmal nicht weiter von diesen pieksenden Dingern ablenken zu lassen. Irgendwann war zum Glück der Schmerz grösser als die Neugier und Lotte versuchte sich krampfhaft von einigen pieksenden Tieren zu befreien und trat die Flucht nach hinten an.
Ich war natürlich alamiert und konnte nichts machen, sonst hätten wir ein gröberes Problem gehabt. Aber Georgia half Lotte die restlichen Biester abzuschütteln - der folgende Anblick tat mir in der Seele weh, brachte mich aber nach einer Schrecksekunde schnell zum Lachen. Die Wespen hatten Lotte mitten in die Nase gestochen, die anschwoll, wie eine Kartoffel. Ausserdem schwollen ihr die Ohren an und unter den Augen hatten auch einige getroffen. Meine kleine Schönheit sah aus wie nach einem Boxkampf. Offenbar fühlte sie sich auch so, denn Lotte verliess uns nicht mehr. Die sonst aufrecht getragene Rute hing schlapp herunter und sobald ein fliegendes Objekt auf sie zukam wurde sie schon fast panisch.
Ich kann jetzt nicht sagen, dass es mich nicht ein wenig amüsiert hätte. Wer Lottes Selbstbewusstsein kennt, der kann es sich nur schwer vorstellen. Aber seit dieser Szene ist mein Beaglechen noch anhänglicher, als es eigentlich sowieso schon ist (noch so ein blödes Gerücht, Beagle sind sehr anhänglich, sie möchten nur einfach ab und zu die Welt erkunden). Sie lief also, anhänglich, verschüchtert und liebebedürftig hinter uns her. Am liebsten hätte ich sie getragen. Seit diesem Tag und ich weiss nicht, ob es die Wespen waren, aber ich schwöre, mein Beagle folgt mir, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie liegt seit neuestem auf meinen Füssen, wenn ich am Schreibtisch arbeite, sie lässt mich kaum noch aus den Augen, draussen ist sie folgsamer, anhänglicher, der Blödsinnbeagle ist zwar geblieben, aber das Band zwischen uns beiden hat sich ins Gute verändert. Nicht das es vorher schlecht war, nur anders. Vielleicht ist das auch nicht für immer so. Wir werden sehen.
Zum Glück-und sonst hätte ich mir erst recht Sorgen gemacht-blieb der hängende Schwanz Zustand nicht lang. Schon bald hob sich die Rute Zentimeter um Zentimeter, der Abstand zu meinen Beinen wurde grösser und Fliegviechern wurde nur noch aus dem Weg gegangen. Allerdings wurde eine wandernde Ameise auf der Pfote eiligst verscheucht mit einem sehr lustigen Gesichtsausdruck. Lotte kann aufgrund ihrer langen Ohren nicht böse gucken und sieht, wenn sie es versucht immer aus, als würde sie sehr angestrengt mit Zuhören beschäftigt sein, weil ihre Ohren dann nach unten fallen. Aber wenn die Ameise gewusst hätte, was Lotte mit dem Blick hätte bezwecken wollen, sie wäre sofort in Ohnmacht gefallen.
Mein Beagle wäre aber nicht mein Beagle, wenn sie am Ende, abgesehen von ihrer Quasimodonase wieder die alte gewesen wäre. Ich habe sie natürlich kurz im kalten Wasser gebadet, damit die Stiche nicht so weh tun und Lotte lässt sich von derlei Unpässlichkeiten nicht den Tag verderben. Sie war nur etwas vorsichtiger.
Lotte und ich empfehlen: Schwarzwaldtour mit Hundefreunden, es wird ganz bestimmt lustig!!
Hunde verwöhnen
Es gibt einen eklatanten Unterschieden zwischen dem, was Menschen tun, wenn sie ihren Hund verwöhnen möchten.. und Hunden, die von ihren Menschen verwöhnt werden möchten.
Fangen wir einmal bei den Menschen, also bei mir an. Wenn ich meine allerliebste Lotte verwöhnen möchte, dann gehe ich lange mit ihr spazieren. Was eigentlich mir grossen Spass bereitet. Oder ich lade Freunde ein, die ihre Hunde mitbringen, die Hunde spielen und wir quatschen miteinander.
Gelegentlich fahre ich in weit entfernte Hundegeschäfte, wahlweise mit oder ohne Lotte und suche dort für sie ein besonders schönes, gepolstertes Halsband, das ergodynamisch geformt und mit NASA Polyurethan unterlegt ist, damit der non existente Hundeschweiss besonders perfekt aufgefangen wird und es bei 90 Grad in der Waschmaschine waschbar ist. Meist auch eine solche Leine, damit mein nicht an der Leine ziehender Hund meine nicht existenten zu langen Fingernägel nicht abbrechen kann. Oder ich surfe stundenlang im Internet, um mich über die kottechnisch genialste neue Futtererfindung von irgendeinem besonders schonend produzierendem Futterhersteller zu erkundigen, der in seinem Trockenfutter nur das Herzfleisch von Angoraziegen benutzt, damit auch die nach links drehenden Omega 5 Fettsäuren meinen Hund nicht schwindelig machen.
Ich lese sämtlich Hundeblogs im Internet, um mich über die beste neue Hundesport Erfindung, den besten Weg eine Fährte für meinen Hunde zu legen, die besten neuen Beaglelinien aus England (die endlich so schnell sind, um eine fliegende Frisbee zu fangen, oder am besten gleich ein UFO in der Schnauze verstecken können, das ist aber eher ein familieninterner Witz), die neuesten Mittelmeerkrankheiten, die bei uns eingeschleppt wurden, den neuesten Trend bei den besten Leckerchen oder sonstiges zu informieren.
Ich surfe in wirklich abgehobenen, teuren Hundeshops, um mir ergodynamische geformte Körbchen für 200€ anzuschauen, Leinen, Halsbänder und gerne auch Spielzeug, das so aussieht, als würde Lotte es in drei Minuten zerlegt haben, anzuschauen und mir zu überlegen, ob ich eine schlechte Hundemutter bin, nur weil Lotte eben kein ergodynamisches Körbchen für 200€ besitzt. Vielleicht hat mein Hunde ja Rückenschmerzen? Vielleicht schläft sie deshalb in Positionen, in denen mir beim Hinschauen mein noch nicht allzu altes Kreuz schon wehtut? Zugegeben, es kann nicht gesund sein, wenn der eigenen Hund wahlweise zusammengerollt wie eine Katze daliegt (obwohl ich in den besagten Blogs gelesen habe, das Beagle bekannt sind für diese Schlafposition) oder den Kopf gleich ganz aus ihrem Körbchen heraushängen lässt, so dass Madame schnarcht, als würde es um den Preis im Wettsägen gehen. Schliesslich drückt ihr diese Position ein Teil ihrer Luftröhre am, ich könnte so nicht schlafen, ich würde ersticken, aber wenns gut tut....
Hunde haben eine vollkommen andere Vorstellung von verwöhnt werden. Lotte ist es, auch wenn es mir im Herzen wehtut, furzegal, mit welcher Leine ich sie vor die Tür nehme. Sie freut sich auf nichts mehr, als einen langen, ausgedehnten Spaziergang, auf dem ich mich möglichst viel mit ihr beschäftige. Blödsinn mache, neue Wege finde, ihr Stöckchen schmeissen, bis mein Arm lahm ist und zur Krönung noch mit ihr den Tümpel steige. Für Lotte ist es der grösste Luxus, wenn sie sich erst in der frisch ausgebrachten Schweinegülle, dann im Fuchskot und zu ihrem allergrössten Glück noch eine Runde in Kotze (egal welche Spezies, aber Mensch findet sie unnachahmlich genial) wälzen darf und anschliessend zu Hause nicht geduscht wird (was niemals passieren wird).
Lotte liebt es, wenn wir die Welt erkunden. Das Halsband ist störendes Beiwerk, Leinen sind ganz und gar überflüssig. Ein Beagle ist autark, dem muss man nicht zeigen, wo es lang geht. Der perfekte Tag geht dann weiter mit einer kleinen Jagd auf Raben, den man am Ende zwar nicht erwischt, macht aber nichts, einer kurzen Fährtenverfolgung im Wald (zwischen einer halben und fünf Stunden) und anschliessend einem ausgedehnten Spiel mit einem Hundefreund, gerne ein Beagle, die spielen halt einfach so, wie Beagle gern spielen. Den anderen muss man das immer erst beibringen.
Wenn der lange Spaziergang von mindestens drei Stunden vorbei ist, dann sollte der Napf möglichst hoch gefüllt sein. Am liebsten mit alter Pizza, Käserändern, Wursträdern und dergleichem. Hundefutter? Auch in Ordnung, nur bitte mengenmässig anpassen, der Magen sollte wohl gefüllt sein. Ob die Omega 5 Fettstrukturen darin nach links recht oder gar nicht drehen ist Lotte so derartig wurst. Für Lotte ist es dann auch der pure Luxus, wenn sie ihren Mittagsschlaf bei mir auf dem Schoss halten kann. Nichts geht über einen Menschen, der einen ausreichend ausladenden Schoss hat, ob mir dabei die Beine einschlafen ist Lotte egal, hauptsache bequem, nah dran und Frauchen hat auf keinen Fall die Chance wegzulaufen.
Eine Sache, bei der Lotte und ich uns sehr einig sind, ist die Anzahl der Körbchen. Eins reicht bei weitem nicht aus. Lotte hat drei (in einer Zweizimmerwohnung, die aber zugegeben sehr gross ist). Nicht jedes ist ergonomisch geformt, aber jedes mit Liebe placiert. Ihr Rückzugskörbchen, ihr Beobachtungskörbchen, ihr Fernsehkörbchen. Wie schon oft im Blog erwähnt ist Lotte kein ordinärer Bodenlieger, wo ein Wille ist, steht irgendwann ein Körbchen. Mir graut vor dem Tag, an dem der Mann in meinem Leben das Körbchen aus dem Schlafzimmer entfernen will... Zumal ich ohne das leise Hintergrundschnarchen meines Waldschratbeagles vermutlich gar nicht schlafen kann. An diesen Tag denken wir noch gar nicht. Lotte ist es aber ganz und gar egal, ob das Körbchen ergodynamisch geformt und aus Schaum gefertigt ist, der ihre Wirbelsäule entlastet. Hauptsache, sie muss nicht auf dem Boden schlafen, ein ganz ordinäres Körbchen von der Landi für zehn Franken tut seinen Dienst da bestens und ist gleich schnell vollgehaart, wie alle anderen auch. Am liebsten würde sie sowieso auf dem Bett und dem Sofa schlafen. Ein Körbchen wäre eigentlich total überflüssig.
Für Lotte ist es der pure Luxus, wenn sie den ganzen Tag dabei sein darf. Wenn etwas um sie herum passiert und wir abends am liebsten noch Hundeschule haben, oder Tricktraining, oder Longieren oder so.. Hauptsache, wir machen es gemeinsam. Sie ist ein Meutehund, ich bin ihre Ersatzmeute, dem muss ich mich stellen und mir bewusst sein.
Vielleicht sollten wir manchmal daran denken, was für unsere Hunde Luxus ist. Denn so ein gemeinsamer Spaziergang ist Luxus, ich lache mich krumm, wenn ich mich mit Lotte auf dem Hundeplatz um ein Spielzeug balge und sie mich hinterher so unglaublich zufrieden anschaut. Natürlich finde ich es wichtig, auf die Ernährung, etc. zu achten. Aber manchmal übertreiben wir es einfach, wir lassen uns Dinge einreden von Menschen, deren Meinung nichtig ist, deren Rat wir nicht brauchen, weil man es manchmal einfach so machen muss, wie man es selbst für richtig hält.
Ich hoffe, ich kann mein Vorhaben, weniger lesen, mehr spielen, mehr Spass, mehr Blödsinn, selbst umsetzen. Natürlich möchte ich weiterhin einen gut erzogenen Hund haben, aber manchmal muss man die Balance selbst finden. Lotte und ich finden sie immer besser.
Ich atme dich ein
und nie wieder aus.
Schließ' dich in mein Herz.
Lass dich nicht mehr raus.
und nie wieder aus.
Schließ' dich in mein Herz.
Lass dich nicht mehr raus.
(Philipp Poisel, Eiserner Steg)
Welpen kriegen ist nicht schwer...
Welpen haben, dagegen sehr!
Wir haben fünf davon bei meiner Mami durch den Garten fegen und man könnte meinen, fünf wären eine leicht überschaubare Anzahl. Falsch. Aber dazu später mehr.
Lotte und ich haben also Ferien gemacht bei Mami, danach bin ich nach Hause, die Kleinen waren kaum geboren. Aber die Veränderung in unserer Familie war bereits spürbar. Lady, unsere tolle Hündin war nicht mehr so locker drauf, wie eh und je. Nein, sie verteidigte ihre Welpen gegen alle, jeden und auch gerne gegen uns. Zu ausgewählten Tageszeiten und ausgewählte Personen durften die Kleinen anfassen. Fremde? No way! So bin ich nach meinen drei Wochen wieder nach Hause, um zu arbeiten, aber welch grosse Freude, das Schicksal gab mir die Chance noch weitere neun Tage bei unseren Kleinen zu sein (vielen Dank an diejenigen, die meine Schichten übernommen haben! I owe you biggg!!).
So fuhren Lotte und ich mit der Katastrophenbundesbahn wieder nach Bielefeld (mit einem Direktzug, dreimal umsteigen.....). Lotte ist mittlerweile die stoische Reisebegleitung, nichts bringt sie aus der Ruhe, schreiende Kinder, Koffer, die über ihren Schwanz fahren, stinkende Füsse, laute Mitfahrer. Lotte ist die Coolness in Person und hilft mir, wo es geht. Wenn die Fahrt allerdings vorbei ist, dann ist es ganz sicher, dass sich irgendetwas spassiges einfallen lässt um den Druck abzubauen. Nach einem langen Arbeits-und Reisetag waren wir endlich, endlich da. Und siehe da, Lady war kaum wiederzuerkennen! Sie findet ihre Brut manchmal durchaus lästig und verzieht sich gerne. Lotte wurde zum Spielopfer für den fünfer Tsunami, wie er im Hausgebrauch genannt wird. Die Kleinen haben sich wunderbar entwickelt und man kann ihnen beim Wachsen zuschauen. Meine Mum nimmt ihre Züchterpflichten ziemlich ernst und die Kleinen sind 24 Stunden am Tag überwacht, wobei ich jetzt mit Lotte die dankbare Nachtschicht übernommen habe. Wir spielen also bis nachts um zehn mit den Zwergen, dann geht es um fünf Uhr weiter mit füttern, spielen, Blödsinn machen. Schlafen liegt für mich dann wieder nach neun Uhr drin. Aber es macht Spass, die Kleinen haben mich zuerst nicht so wahrgenommen, aber mittlerweile rennen sie mir hinterher, wenn ich pfeife (schlau gemacht, wenn man am Anfang mit Futterschüssel winken kann). Lotte haut sich die Plauze voll und schläft natürlich nachts majestätisch in meinem Bett, um die kleinen in ihrem kleinen Stall überwachen zu können. Sie ist einfach die geborene Diva. Aber sie reagiert manchmal etwas verschnupft, wenn sich wieder ein Baby ihrem Napf nähert oder sich erdreistet ihr in den Po oder den Schwanz zu beissen.
Trotzdem spielen die Hunde unglaublich niedlich und liebevoll mit den Kindern, Lady wird immer weniger als Milchbar gebraucht, dafür mehr als Hüpfburg.
Ich könnte hier noch viel weiter ausführen, aber mir wird jeden Tag bewusst, wie sehr man sich mit jungen Hunden auseinandersetzen muss. Leider hatte ich letztens wieder eines der negativsten Beispiele vor Augen. Ein junger Typ mit einem Accesoirehündchen, mit knappen achten Wochen vom Züchter weggeholt und drei Tage später hatte er den Hund mit auf einer Grillparty, nicht an der Leine und auch nicht bei ihm. Jeder nahm dieses arme Tier auf den Arm, mit steigendem Alkoholpegel latschten die Leute dem Tier auf die Pfoten, er war völlig überfordert und sein Herrchen hat sich gar nicht um ihn gekümmert. Wenn ich daran denke, kocht mein Blut. Zugebeben, ich konnte auch die Klappe nicht halten und habe ziemlich deutlich gemacht, was ich von solchem Verhalten denke. Den Hund mitnehmen, eine Sache, ich habe Lotte auch immer dabei gehabt. Aber auf den Hund aufpassen, etwas ganz anderes. Manche Menschen sind sich der Verantwortung nicht bewusst. Wir hatten Glück und haben für vier unserer Welpen wunderbare Familie gefunden, unsere Krümelchens (die mittlerweile schon so gross sind, wie Lotte mit zehn Wochen) werden es einmal gut haben. Wenn nicht gibt es eine Klausel in unseren Kaufverträgen, dass wir die Hunde zurücknehmen und selbst weitervermitteln. Das habe ich von Familie Roth, Lottes Züchtern gelernt und ich verstehe das mittlerweile nur zu gut. Unsere Babies sind uns unglaublich fest ans Herz gewachsen, die Familien wurden auf Herz und Nieren geprüft und es wurden viele Leute abgewiesen. Die Zeit und das Herzblut, das wir auf unsere Tiere verwenden ist mit Geld nicht aufzuwiegen und der Schmerz, wenn einem unserer Tiere etwas passieren würde, wäre schrecklich.
Manche Dinge gehen mir erst jetzt auf und ich bin glücklich, dass ich meinen Beagle habe. Ich weiss, dass ich in der Lage bin und mein Leben so gestalten werde, dass mein Fellkind bestmöglich versorgt ist. Wie oft werde ich im Geschäft schräg angeschaut, wenn ich mittags mit dem Fahrrad in glühender Hitze, bei Regen oder Schnee nach Hause düse, um Lotte schnell vor die Tür zu lassen. Aber das ist mir alles wert, die Freude, die sie mir zurückgibt, wenn sie mit hoch erhobenen Schwanz mit einem Stöckchen durch den Wald spielt, wenn wir um die Wette rennen oder schwimmen, wenn wir gemeinsam eine Aufgabe im Hundesport geschafft haben, wenn sie sich (was selten ist, Lotte ist ein sehr autarker Hund) an mich ankuschelt, mich begrüsst, wenn ich nach Hause komme. Oder so wie jetzt, wo sie im heissen Garten trotzdem auf meinen Füssen liegt.
Wir haben fünf davon bei meiner Mami durch den Garten fegen und man könnte meinen, fünf wären eine leicht überschaubare Anzahl. Falsch. Aber dazu später mehr.
Lotte und ich haben also Ferien gemacht bei Mami, danach bin ich nach Hause, die Kleinen waren kaum geboren. Aber die Veränderung in unserer Familie war bereits spürbar. Lady, unsere tolle Hündin war nicht mehr so locker drauf, wie eh und je. Nein, sie verteidigte ihre Welpen gegen alle, jeden und auch gerne gegen uns. Zu ausgewählten Tageszeiten und ausgewählte Personen durften die Kleinen anfassen. Fremde? No way! So bin ich nach meinen drei Wochen wieder nach Hause, um zu arbeiten, aber welch grosse Freude, das Schicksal gab mir die Chance noch weitere neun Tage bei unseren Kleinen zu sein (vielen Dank an diejenigen, die meine Schichten übernommen haben! I owe you biggg!!).
So fuhren Lotte und ich mit der Katastrophenbundesbahn wieder nach Bielefeld (mit einem Direktzug, dreimal umsteigen.....). Lotte ist mittlerweile die stoische Reisebegleitung, nichts bringt sie aus der Ruhe, schreiende Kinder, Koffer, die über ihren Schwanz fahren, stinkende Füsse, laute Mitfahrer. Lotte ist die Coolness in Person und hilft mir, wo es geht. Wenn die Fahrt allerdings vorbei ist, dann ist es ganz sicher, dass sich irgendetwas spassiges einfallen lässt um den Druck abzubauen. Nach einem langen Arbeits-und Reisetag waren wir endlich, endlich da. Und siehe da, Lady war kaum wiederzuerkennen! Sie findet ihre Brut manchmal durchaus lästig und verzieht sich gerne. Lotte wurde zum Spielopfer für den fünfer Tsunami, wie er im Hausgebrauch genannt wird. Die Kleinen haben sich wunderbar entwickelt und man kann ihnen beim Wachsen zuschauen. Meine Mum nimmt ihre Züchterpflichten ziemlich ernst und die Kleinen sind 24 Stunden am Tag überwacht, wobei ich jetzt mit Lotte die dankbare Nachtschicht übernommen habe. Wir spielen also bis nachts um zehn mit den Zwergen, dann geht es um fünf Uhr weiter mit füttern, spielen, Blödsinn machen. Schlafen liegt für mich dann wieder nach neun Uhr drin. Aber es macht Spass, die Kleinen haben mich zuerst nicht so wahrgenommen, aber mittlerweile rennen sie mir hinterher, wenn ich pfeife (schlau gemacht, wenn man am Anfang mit Futterschüssel winken kann). Lotte haut sich die Plauze voll und schläft natürlich nachts majestätisch in meinem Bett, um die kleinen in ihrem kleinen Stall überwachen zu können. Sie ist einfach die geborene Diva. Aber sie reagiert manchmal etwas verschnupft, wenn sich wieder ein Baby ihrem Napf nähert oder sich erdreistet ihr in den Po oder den Schwanz zu beissen.
Trotzdem spielen die Hunde unglaublich niedlich und liebevoll mit den Kindern, Lady wird immer weniger als Milchbar gebraucht, dafür mehr als Hüpfburg.
Ich könnte hier noch viel weiter ausführen, aber mir wird jeden Tag bewusst, wie sehr man sich mit jungen Hunden auseinandersetzen muss. Leider hatte ich letztens wieder eines der negativsten Beispiele vor Augen. Ein junger Typ mit einem Accesoirehündchen, mit knappen achten Wochen vom Züchter weggeholt und drei Tage später hatte er den Hund mit auf einer Grillparty, nicht an der Leine und auch nicht bei ihm. Jeder nahm dieses arme Tier auf den Arm, mit steigendem Alkoholpegel latschten die Leute dem Tier auf die Pfoten, er war völlig überfordert und sein Herrchen hat sich gar nicht um ihn gekümmert. Wenn ich daran denke, kocht mein Blut. Zugebeben, ich konnte auch die Klappe nicht halten und habe ziemlich deutlich gemacht, was ich von solchem Verhalten denke. Den Hund mitnehmen, eine Sache, ich habe Lotte auch immer dabei gehabt. Aber auf den Hund aufpassen, etwas ganz anderes. Manche Menschen sind sich der Verantwortung nicht bewusst. Wir hatten Glück und haben für vier unserer Welpen wunderbare Familie gefunden, unsere Krümelchens (die mittlerweile schon so gross sind, wie Lotte mit zehn Wochen) werden es einmal gut haben. Wenn nicht gibt es eine Klausel in unseren Kaufverträgen, dass wir die Hunde zurücknehmen und selbst weitervermitteln. Das habe ich von Familie Roth, Lottes Züchtern gelernt und ich verstehe das mittlerweile nur zu gut. Unsere Babies sind uns unglaublich fest ans Herz gewachsen, die Familien wurden auf Herz und Nieren geprüft und es wurden viele Leute abgewiesen. Die Zeit und das Herzblut, das wir auf unsere Tiere verwenden ist mit Geld nicht aufzuwiegen und der Schmerz, wenn einem unserer Tiere etwas passieren würde, wäre schrecklich.
Manche Dinge gehen mir erst jetzt auf und ich bin glücklich, dass ich meinen Beagle habe. Ich weiss, dass ich in der Lage bin und mein Leben so gestalten werde, dass mein Fellkind bestmöglich versorgt ist. Wie oft werde ich im Geschäft schräg angeschaut, wenn ich mittags mit dem Fahrrad in glühender Hitze, bei Regen oder Schnee nach Hause düse, um Lotte schnell vor die Tür zu lassen. Aber das ist mir alles wert, die Freude, die sie mir zurückgibt, wenn sie mit hoch erhobenen Schwanz mit einem Stöckchen durch den Wald spielt, wenn wir um die Wette rennen oder schwimmen, wenn wir gemeinsam eine Aufgabe im Hundesport geschafft haben, wenn sie sich (was selten ist, Lotte ist ein sehr autarker Hund) an mich ankuschelt, mich begrüsst, wenn ich nach Hause komme. Oder so wie jetzt, wo sie im heissen Garten trotzdem auf meinen Füssen liegt.
Ferien mit Hund
Dieses Jahr machen Lotte und ich "besondere" Ferien. Ich habe sie schon einige Male in diesem Blog erwähnt, die grosse Schweizer Sennhündin Lady von meiner Mama bekommt Welpen und Lotte und ich haben uns dieses Jahr als Geburtshelfer freiwillig gemeldet. Zugegeben, Lotte hatte bei der Wahl nicht viel mitzureden.
Wie dem auch sei, für Lotte müssen es die perfekten Ferien sein. Sie liebt das Haus meiner Mutter, mit einem riesigen Garten, indem sie fleissig den Thuja ausgräbt, damit ich ihn am nächsten Tag wieder eingraben kann. Eine lästige Angewohnheit, die auch bei den Hausbesitzern auf wenig Gegenliebe stösst. Ansonsten hat Lotte aber Grosskindstatus. Sie darf alles, was sie zu Hause nicht darf. Das fängt schon damit an, dass sie auf dem Sofa sitzen darf. Am Tisch betteln, alles ist erlaubt. Damit mein Hund nicht nach vier Tagen aussieht wie ein Hängebauchmastschwein gehen wir morgens eine Stunde Joggen (was übrigens auch für meine Figur wichtig ist, Eltern übertreiben bei ausgeflogenen Kinder ja zum Glück immer masslos). Die Dame mag diese morgendliche Ertüchtigung, nachmittags gehen wir dann meist mit der werdenden Mami in den Wald, wo die Damen gemeinsam im Baggersee, wo Moritz begraben liegt, ein Bad nehmen. Ja, richtig, mein Beagle schwimmt, nicht weit, aber gerne. Ich bin immer noch völlig fasziniert, sie liebt es.
Neben diesen Annehmlichkeiten hatte Lotte auch einen offenen Futtersack entdeckt, an dem sie sich bei Hunger (also alle zehn Minuten) bedient hat. Lady, die nun wirklich eine richtige Lady ist, würde sowas nie tun. Deshalb kann es überhaupt zu einem offenen Futtersack kommen.
Bei gutem Wetter verbringen die Damen den Mittag im Garten und schlafen dort eine gute Runde, oder sie beschäftigen sich mit sich selbst. Diesem Treiben könnte ich stundenlang zusehen.
Abgesehen davon, dass Lotte es in vollen Zügen geniesst, ich finde es hervorragend zwei Hunde um mich herum zu haben. Sobald ich meine Bücher zur Hand nehme, placieren sich die Damen dekorativ um mich herum und nehmen ihre buddhistische Schlafhaltung ein. Ich muss noch eine Seminararbeit schreiben, daher kommt es mir sehr zu Gute, dass ich Ferien bei Mami und nicht in Hintertimbuktu mache, hier habe ich sie wirklich in einem Sommer geschrieben. Sobald ich also meine mittäglichen Arbeitsstunden einlege sind auch die Hunde ruhig. Ab und zu kommt Lady vorbei uns lässt sich den Bauch kraulen, sie sieht so richtig schön schwanger aus, dick und rund wie ein Walfisch. Das dauert sicher nicht mehr lange, bis die Kleinen schlüpfen. Sie geniesst die Extraaufmerksamkeit, freut sich aber auch sehr über Lotte. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Wir waren jetzt seit Weihnachten nicht mehr da, aber Lotte kommt zur Tür herein und die Welt ist in Ordnung, es sah vielmehr so aus, als hätten wir sie nur einige Stunden getrennt. Lady ist, trotz ihrer Grösse oder gerade deswegen immer sehr, sehr behutsam mit Lotte. Sonst wäre es nicht zu verantworten die beiden auch nur eine Minute allein miteinander zu lassen, Lady ist immerhin fast viermal so schwer wie Lotte.
Aber auch ich komme auf meine heimlichen Kosten, ich liebe es zwei Hunde für mich allein zu haben. Gerade zwei, die so unterschiedlich sind, wie Lady und Lotte. Lady, die Ruhige, Feine, Sanftmütige, im Augenblick ein bisschen hormonverstrahlt, bei ihr ist gerade alles rosa, Lotte der Wirbelwind, Hansdampf in allen Gassen, ich liebe diese gegensätzlichen Mädels. Der zweite Hund ist wohl nicht mehr weit weg bei mir, es wäre schon ein Traum und Lotte ist auch sehr glücklich hier mit Lady.
Damit aber mein Wirbelwind genug Aufmerksamkeit und Hirntraining bekommt gehen wir natürlich auch hier weiterhin in die Hundeschule, eben perfekte Beagleferien, es ist von allem etwas dabei. Es gibt ganz in der Nähe hier eine Schule, die Frisbee und Longieren anbietet. Heute Abend waren wir das erste Mal da und es war herrlich, neue Inputs sind im Training manchmal Gold wert, nach drei Mal zehn Minuten longieren war Lotte so platt wie schon lange nicht mehr.
Wie man hört, meine Ferien sind absolut unspektakulär bis jetzt, aber wir warten mal, bis die Babys auf der Welt sind. In der innerfamiliären Wette liege ich weit vorne mit 13 Welpen, sollten es so viele werden, dann werden meine Ferien wohl noch ein bisschen anstrengender.
Dieses Jahr sind es wirkliche Hundeferien, auf meinem grossen Doppelbett erwartete Lotte sogar eine eigene Hundedecke, sie residiert also hochherrschaftlich neben mir in der Nacht und geniesst es.
Manchmal muss man eben auch eine Auszeit machen von all den Regeln und einfach mal geniessen. Lotte hat mir heute Abend in der Hundeschule gezeigt, dass sie es nicht ausnutzt, sondern trotzdem weiterhin mitarbeitet, obwohl die Zügel sehr lasch sind. Das macht mich stolz, offenbar habe ich es richtig gemacht mit ihr. Auch wenn es mir vorkommt, dass ich in jedem Blog schreibe, wie unglaublich stolz ich auf mein Hundemädel bin, ich kann es nur wieder betonen, sie macht mich jeden Tag stolz. Ich sehe, dass ich an einigen Dingen noch arbeiten muss und vor allem möchte, manche mögen mich dafür auslachen, dass ich jede Woche in die Hundeschule gehe und mit Lotte Dinge übe, die ich in Alltag nicht brauchen kann. Aber jede Stunde, die wir gemeinsam auf dem Hundeplatz verbringen, zeigt mir, wieviel Spass es macht und wie eng man auf einmal mit seinem Hund ist, ein richtiges Team eben. Dabei es egal, was man macht. Mein Ferienvorsatz also für diesen Sommer: Seminararbeit beenden, Welpis pflegen und mit Lotte viel, viel, viel neues auf dem Hundeplatz versuchen, am Samstag gehts zum Frisbee spielen, wollen wir doch mal sehen, ob das nicht auch etwas ist. Wir werden an dieser Stelle natürlich ausführlich berichten :-)
Wie dem auch sei, für Lotte müssen es die perfekten Ferien sein. Sie liebt das Haus meiner Mutter, mit einem riesigen Garten, indem sie fleissig den Thuja ausgräbt, damit ich ihn am nächsten Tag wieder eingraben kann. Eine lästige Angewohnheit, die auch bei den Hausbesitzern auf wenig Gegenliebe stösst. Ansonsten hat Lotte aber Grosskindstatus. Sie darf alles, was sie zu Hause nicht darf. Das fängt schon damit an, dass sie auf dem Sofa sitzen darf. Am Tisch betteln, alles ist erlaubt. Damit mein Hund nicht nach vier Tagen aussieht wie ein Hängebauchmastschwein gehen wir morgens eine Stunde Joggen (was übrigens auch für meine Figur wichtig ist, Eltern übertreiben bei ausgeflogenen Kinder ja zum Glück immer masslos). Die Dame mag diese morgendliche Ertüchtigung, nachmittags gehen wir dann meist mit der werdenden Mami in den Wald, wo die Damen gemeinsam im Baggersee, wo Moritz begraben liegt, ein Bad nehmen. Ja, richtig, mein Beagle schwimmt, nicht weit, aber gerne. Ich bin immer noch völlig fasziniert, sie liebt es.
Neben diesen Annehmlichkeiten hatte Lotte auch einen offenen Futtersack entdeckt, an dem sie sich bei Hunger (also alle zehn Minuten) bedient hat. Lady, die nun wirklich eine richtige Lady ist, würde sowas nie tun. Deshalb kann es überhaupt zu einem offenen Futtersack kommen.
Bei gutem Wetter verbringen die Damen den Mittag im Garten und schlafen dort eine gute Runde, oder sie beschäftigen sich mit sich selbst. Diesem Treiben könnte ich stundenlang zusehen.
Abgesehen davon, dass Lotte es in vollen Zügen geniesst, ich finde es hervorragend zwei Hunde um mich herum zu haben. Sobald ich meine Bücher zur Hand nehme, placieren sich die Damen dekorativ um mich herum und nehmen ihre buddhistische Schlafhaltung ein. Ich muss noch eine Seminararbeit schreiben, daher kommt es mir sehr zu Gute, dass ich Ferien bei Mami und nicht in Hintertimbuktu mache, hier habe ich sie wirklich in einem Sommer geschrieben. Sobald ich also meine mittäglichen Arbeitsstunden einlege sind auch die Hunde ruhig. Ab und zu kommt Lady vorbei uns lässt sich den Bauch kraulen, sie sieht so richtig schön schwanger aus, dick und rund wie ein Walfisch. Das dauert sicher nicht mehr lange, bis die Kleinen schlüpfen. Sie geniesst die Extraaufmerksamkeit, freut sich aber auch sehr über Lotte. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Wir waren jetzt seit Weihnachten nicht mehr da, aber Lotte kommt zur Tür herein und die Welt ist in Ordnung, es sah vielmehr so aus, als hätten wir sie nur einige Stunden getrennt. Lady ist, trotz ihrer Grösse oder gerade deswegen immer sehr, sehr behutsam mit Lotte. Sonst wäre es nicht zu verantworten die beiden auch nur eine Minute allein miteinander zu lassen, Lady ist immerhin fast viermal so schwer wie Lotte.
Aber auch ich komme auf meine heimlichen Kosten, ich liebe es zwei Hunde für mich allein zu haben. Gerade zwei, die so unterschiedlich sind, wie Lady und Lotte. Lady, die Ruhige, Feine, Sanftmütige, im Augenblick ein bisschen hormonverstrahlt, bei ihr ist gerade alles rosa, Lotte der Wirbelwind, Hansdampf in allen Gassen, ich liebe diese gegensätzlichen Mädels. Der zweite Hund ist wohl nicht mehr weit weg bei mir, es wäre schon ein Traum und Lotte ist auch sehr glücklich hier mit Lady.
Damit aber mein Wirbelwind genug Aufmerksamkeit und Hirntraining bekommt gehen wir natürlich auch hier weiterhin in die Hundeschule, eben perfekte Beagleferien, es ist von allem etwas dabei. Es gibt ganz in der Nähe hier eine Schule, die Frisbee und Longieren anbietet. Heute Abend waren wir das erste Mal da und es war herrlich, neue Inputs sind im Training manchmal Gold wert, nach drei Mal zehn Minuten longieren war Lotte so platt wie schon lange nicht mehr.
Wie man hört, meine Ferien sind absolut unspektakulär bis jetzt, aber wir warten mal, bis die Babys auf der Welt sind. In der innerfamiliären Wette liege ich weit vorne mit 13 Welpen, sollten es so viele werden, dann werden meine Ferien wohl noch ein bisschen anstrengender.
Dieses Jahr sind es wirkliche Hundeferien, auf meinem grossen Doppelbett erwartete Lotte sogar eine eigene Hundedecke, sie residiert also hochherrschaftlich neben mir in der Nacht und geniesst es.
Manchmal muss man eben auch eine Auszeit machen von all den Regeln und einfach mal geniessen. Lotte hat mir heute Abend in der Hundeschule gezeigt, dass sie es nicht ausnutzt, sondern trotzdem weiterhin mitarbeitet, obwohl die Zügel sehr lasch sind. Das macht mich stolz, offenbar habe ich es richtig gemacht mit ihr. Auch wenn es mir vorkommt, dass ich in jedem Blog schreibe, wie unglaublich stolz ich auf mein Hundemädel bin, ich kann es nur wieder betonen, sie macht mich jeden Tag stolz. Ich sehe, dass ich an einigen Dingen noch arbeiten muss und vor allem möchte, manche mögen mich dafür auslachen, dass ich jede Woche in die Hundeschule gehe und mit Lotte Dinge übe, die ich in Alltag nicht brauchen kann. Aber jede Stunde, die wir gemeinsam auf dem Hundeplatz verbringen, zeigt mir, wieviel Spass es macht und wie eng man auf einmal mit seinem Hund ist, ein richtiges Team eben. Dabei es egal, was man macht. Mein Ferienvorsatz also für diesen Sommer: Seminararbeit beenden, Welpis pflegen und mit Lotte viel, viel, viel neues auf dem Hundeplatz versuchen, am Samstag gehts zum Frisbee spielen, wollen wir doch mal sehen, ob das nicht auch etwas ist. Wir werden an dieser Stelle natürlich ausführlich berichten :-)
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