UPDATE!!!!

Lottchen, der Überflieger der Hundeschule und meine Wenigkeit werden ab Sonntag dem Fährtenkurs in unsrer Hundeschule beitreten! Ich freue mich MORDSMÄSSIG drauf, und Lotte, die den Boden des Hundeplatzes sowieso immer sehr ausführlich aufräumt, wird sich sicher auch freuen. JUHUI! News am Sonntag!

Have I told you lately, that I love you...

Nachdem ich jetzt mehrfach ein wenig vom Thema abgeschweift bin, muss ich doch wieder auf mein eigentliches Blogthema zurückkommen. Lotte. Mittlerweile ist dieses kleine Mädchen, das jetzt schon gar nicht mehr so klein ist nämlich ganz schön gross geworden. Und mit jedem Tag ein bisschen grösser :)

Lotte hat also in der Zwischenzeit sehr strebermässig die Welpenschule vorzeitig wegen guter Führung beenden dürfen und stolziert gerade als Klassenbeste und Vorzeigehund durch den Junghundekurs. Hundeschule findet Madame herrvorragend, Arbeiten sowieso. Grosses Kino. Es macht einfach saumässig viel Spass mit ihr durch den Tag zu hüpfen, sie läuft zwar Fuss (mit hochgucken und so richtig richtig, wie man das eigentlich von einem Beagle, der sich ja fast den Hals dabei ausrenkt nicht erwarten kann, aber sie machts, ehrlich!) , aber wenn sie ohne Leine unterwegs ist, dann hüpft sie durch den Tag.

Von Angst nach wie vor keine Spur, heute war sie ein wenig ängstlich. Wir haben Familie Roth besucht, offiziell natürlich nur um Futter zu holen, aber es gibt doch immer wieder die eine oder andere Frage, die man dem Züchter gerne stellt ;-). Lotte ist mit den anderen vieren durch den Garten getobt und war gerade so kaputt, dass ich sie sogar über die Strasse tragen durfte, obwohl sie das ja sonst gar nicht mag. Sie ist ja schon gross! Aber eben, es war ihr also nicht immer 100% geheuer, aber da Madame sonst diejenige ist, die die anderen Hunde anrempelt, war das vielleicht gar nicht so schlecht. Als Klassenbeste ist man sich das gar nicht gewöhnt, dass da einer auf den Welpen keine Rücksicht nimmt.

In der letzten Zeit sind so viele kleine nette Dinge passiert, mit Lotte passiert eigentlich jeden Tag etwas nettes. Sie liebt Menschen heiss und ich werde immer wieder in lustige Gespräche verwickelt. Zwei davon muss ich fast wiedergeben, ich laufe wie immer morgens früh, in Gummistiefeln und noch nicht 100% wach am Dorenbachbächlein lang, Lotte tanzt vor mir durch den Morgen und vergnügt sich mit Stöckchen und allerlei anderer Suche, versäubern zwischendurch ein bissche Spielen Sitz, Platz, Bleib, tralalala. Da kommt uns ein Mädel in meinem Alter entgegen, gesetzter Flatcoated an der Leine, aber wirklich einer der gaaaaanz langsamen Sorte. Lotte tanzt drauf zu und wedelt ihn erstmal happy an, um ihn gleich darauf richtig von der Seite anzurempeln, weil das dumme Ding sich einfach nicht bewegt hat. Die beiden spielen, das Mädel gsesellt sich zu mir und stellt die obligate Frage (ich nehme sie schon gar nicht mehr wahr, weil ich sie am Tag gefühlte 10`000 Mal beantworte) "Ist der noch jung?" "Jaaaaaaa, 5 Monate." (Standardantwort, die Frage nach dem Alter ist dann sonst nämlich gleich die nächste.) Ich rufe Lotte ab, weil ein Jogger kommt und ich solche teure Stürze doch gern vermeiden möchte. "Der hört aber gut für sein Alter." Jup, erkannt, DIE hört wirklich prima. War viel Arbeit, geht nur, wenn mans jeden Tag mit viel Leckerchen, Lob und Konsequenz übt. "Jaaaa, sie hört super für ihr Alter. Aber sie arbeitet auch gern." Und dann, wenn ich meine Gummistiefel nicht an den Füssen gehabt hätte, ich schwöre, es hätte mich aus den Socken gehauen: "Dann lassen sie sie ja auch sterilisieren, oder?" WIE BITTE???? Was in aller Welt Namen hat eine Sterilisation mit dem Hörvermögen meines Hundes zu kriegen?!? "Nein, warum sollte ich?" "Ja, wenn man Hunde früh steriliseren lässt, dann hören die ihr Leben lang gut." Meine Güte, haben deine Eltern dir auch die Gebärmutter entfernen lassen, damit du immer dein Zimmer aufräumst?!? "Ich bin der Meinung, dass ein Hund erwachsen werden darf. Mit Pubertät und allem, was dazu gehört."

Ich will jetzt hier wirklich einmal eine Lanze brechen, ich komme mir in solchen Situationen immer öfter vor, als würde ich meinen Hund misshandeln, weil ich sie nicht sterilisieren lassen möchte. Ja, ich weiss, dass es für unkastrierte/-sterilisierte Hündinnen ein höheres Mammaturmorrisiko gibt. Ja, ich weiss, dass sie sie läufig werden und in dieser Zeit schwieriger sind. Ja, ich weiss, dass die Pubertät auch mit Hunden kein Zuckerschlecken ist. ABER HALLO! Ich weiss auch, dass ich meinen Eltern dankbar bin, dass ich nicht ewig Kind bleiben musste, weil es eventuell besser für meine Gesundheit gewesen wäre, dass ich die Pille nehmen durfte, dass damit aber auch automatisch die Brustkrebsgefahr gestiegen ist. Ja, auch ich habe meine Auswüchse während der Pubertät gehabt, die sicher nicht immer einfach waren. Aber die haben mich doch auch zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich möchte doch wissen, was für eine Beagelin in meine Beaglemädchen steckt, ich will ihr doch wenigstens die Chance lassen, Welpen zu bekommen, erwachsen zu werden. Mit allen Risiken und allen Vorzügen. Ich verstehe Hundebesitzer, die ihre Hündin nach einer Läufigkeit sterilisieren lassen, weil sie sowieso nicht weiterzüchten wollen/können/sollen. Ich verstehe, wenn man Hündinnen sterilisieren lässt, wenn sie permanent scheinschwanger und unglücklich sind. Ich verstehe Besitzer von Rüden, die im Frühjar und Sommer keine Nacht mehr ruhig schlafen können, weil Bello entweder heult oder sich trotz seiner 50kg durch die Türritze schiebt (wohlgemerkt bei geschlossener Tür), damit er zu seiner angebeteten Hundedame kommt. Vorallem wenn Bello einfach auch keine Nachkommen haben soll, dann muss man Bello einfach kastrieren. Fertig, Punkt, Ende, Schluss. Das ist völlig legitim, ich würde auch nicht mit einem 50kg Testosterongesteuerten Machohund durch den Wald laufen wollen und mich anschliessend mit dem gleiche Tier noch über die Hausregeln unterhalten wollen. Ich verstehe das alles völlig. Aber nur, weil mein Hund eventuell nicht mehr so gut hört, wenn er seine Gonaden noch hat. In welch paradoxer Welt leben wir eigentlich?! Moritz hatte sein Leben lang seine Klöten, er hat manchmal (besonders, wenn einer seiner schwulen Kumpels da war) echt nicht perfekt gehört. Aber dafür war er ein echter Kerl.



Ein geniales anderes Gespräch, das ich letztens führen durfte, passierte mir bei einem Spaziergang mit Nic und Lotte. Uns kam ein netter, gesetzer Herr mit Entlebucher Sennenhund an der Seite entgegen (coole Hunde, echt. Gar nicht gegen die!). Die obligate Frage und dann "Ist das ein Beagle?" "jaaaa, das ist Beagle." "Wir wollten auch unbedingt so einen haben." Ich hab mich nochmal vergewissert und nochmal genau hingeguckt, war ernsthaft ein Entlebucher. Ich war kurz wirklich sprachlos. "Wieso haben Sie den keinen?" "Ja, die waren uns am Ende echt zu schwierig, Meutehunde, jagen gern und so." WIE BITTE? Da bist du aber vom Regen in die Traufe geraten, Junge. Dein Biest beisst mit Vorliebe in fremde Füsse und ist so anhänglich, wie eine Taube, die auf dem Dach sitzt. "Da haben wir uns schlussendlich dagegen entschieden." Ja, dieses Thema höre ich öfter. Liebe Leute, jede Hunderasse da draussen hat einen Punkt, der im Alltagsleben schwierig sein wird.

Sogar Labbis, die dummen Biester fressen nämlich wie nix und neigen zu Magendrehungen. Die anderen sind Hüteexperten und hüten einfach alles. Schonmal was von Domestikation gehört? Unsere Hunde wurden mal für etwas "kreirt", Zucht nennt man sowas. Ehrlich! Jaaaa, Beagle sind Jagdhunde, aber! sie sind auch Meutehunde, Lotte definiert Meute über den nächsten Schoss, der zwei Hände zum Streicheln bereit hält, auch über den, der gerade Fressen bereit hält :-). Was für mich besonders praktisch ist, weil ich sie überall mit hin nehmen kann, ohne dass ich Angst haben muss, dass sie, wie ein Entlebucher, dem nächsten tanzenden Partygast in die Hacken beisst. Zugegeben, an einer Waldparty muss ich Angst haben, dass mein Beagelinchen sich im Wald mit einem Reh oder Hasen verlustiert. Aber die Argumentation des Gegenüber war noch weiterführend, er wollte unbedingt einen Hund haben, der viel mit ihm spazieren geht. Aber Beagle bräuchten ja so wahnsinnig viel Auslauf. Ja, was willst du denn?!? Dein Entlebucher ist zwar jetzt grade noch fit, aber hei, der geht einmal am Tag Kühe raustreiben und hütet dann den Hof. So im für ihn vorgesehenen Leben.... Beagle laufen supergern. Sogar Lilalottebär (sie heisst so, weil sie schnarcht wie ein Bär im Winterschlaf) , die ja erst 5 Monate alt ist. Wieso also nicht? "Die jagen und wollen beschäftigt werden, und zwar immer." ........... Jup. Aber wenn man doch e latscht, dann kann man doch auch den Dummy in die Hand nehmen. Nicht?

Wie dem auch sei. Ich bin überglücklich mit meinem Beagelinchen. Aber es muss ganz viele furchtbar böse Beagle da draussen geben, so viele Menschen, die mir schon von unerzogenen, jagenden, niemals auch nur auf ein Wort hörende Beagle erzählt haben... Dabei habe ich bis jetzt nur sehr wenige Beagle life und Farbe kennengelernt und die waren meistens irgendwie cool. So wie Lotte, natürlich kann ich verlangen, dass sie mich blind versteht wie ein Border Collie, oder mir auf Schritt und Tritt hinterherläuft. Oder dass sie auf mein Haus aufpasst. Oder, oder, oder, oder. Aber Familien sind unterschiedlich, Lotte ist genial, wenn es um Riechaufgaben geht, Reissen, Zerren, Spielen geht mit ihr genial. Sie wird laufen wie der Teufel, wenn sie gross ist. Sie wird mit Nic und mir durch die Wälder ziehen, Joggen, Agility, Canicross. Ausserdem wird sie nicht erschlagen, von den Menschenmassen am Rhein, sie wird der Beizenhund,weil sie einfach heute schon so cool ist. Sie hüpft durch den Tag und begrüsst jeden Tag, als wäre es der schönste, den ihr Leben ihr zu bieten hat. Sie grinst mich an, wenn ich verschlafen aus den Kissen komme und freut sicht. Schmeisst sich auf den Boden wälzt sich und kann kaum glauben, dass dieser Tag extra für sie gemacht wurde. Ein Lilalottebär Tag, manchmal bilde ich mir ein, dass sie den Tag fragt "Was machen wir heute spassiges?", dabei streckt sie den Hintern in die Luft und jault wie ein Rudel Wölfe. Zugegeben, ich wollte es ihr abgewöhnen, aber der Anblick eines jaulenden Welpen, der sich gerade für den Superhelden des Tages hält, das ist einfach zu genial... Ich hoffe auf die Reife der Pubertät.. :) Genau dafür liebe ich meine Kleine, sie ist genau das, was ich gesucht habe, auch wenn ich es in einer Rasse gefunden habe, auf die ich so einfach nie gestossen wäre. Dabei ist sie so herrlich albern, unkonventionell und frech wie ich. Wirklich albern, ich bin so sicher, dass es keine Hunderasse gibt, die so albern und so verspielt sein kann, wie Beagle. Der Anblick im Garten heute war einfach super. Lottes Mami und ihr Grosspapi waren sich keine Sekunde zu schade, mit dem jungen Ding zu spielen. Man stelle sich die Situation mit Ridgebacks vor, diese furchtbar ernsten Hunde. Denen sieht man den Weltschmerz schon in den Augen an.....Sie sind schön, vornehm, aber so ernst. Ich brauche etwas, von dem Temperament eines hanseatischen Marktschreiers, es darf sich einfach nicht ernst nehmen und die Welt um sich herum schon gar nicht. Lotte findet die Welt nur amüsant, und natürlich nur für sie erdacht.


Der Hund ist der Gott der Ausgelassenheit.

Henry Ward Beecher, 1813-1887


Die Tücken der modernen Hundeerziehung

Seien wir mal ehrlich, es ist heute irgendwie schwierig seinen Hund zu erziehen. Fangen wir mal simpel an, geht man in eine Welpenschule? Natürlich würden die meisten sagen, aber es gibt einige die sagen, dass die Hunde, die in einer Welpenschule waren viel unkonzentrierter und schlussendlich schwieriger zu erziehen sind als solche, die diese Schule nicht genossen haben. Spitz gesagt, man kann sich einen ADHS Hund ranerziehen. Und wer will das schon?!?!?

Hat man diese schwerwiegende Entscheidung getroffen, dann geht es weiter mit der "Art" der Erziehung, will ich meinen Hund strafen? Oh mein Gott sagen einige Hundetrainer, das macht die Beziehung kaputt. Und wer will das schon?!?!? Wir wollen ja den Partner fürs Leben und uns nicht durch eine unbedachte, vielleicht didaktisch nicht korrekt bedachte Bestrafung die Beziehung für ein ganzes Leben kaputt machen.... Wer will das schon!?!?
Natürlich muss ich an dieser Stelle sagen, dass Frau Lotte ab und zu, wenn sie wirklich Mist macht einfach auch mal angeraunzt wird. Und manchmal schnapp ich sie mir auch einfach im Genick. Ich bin der Meinung, dass Hunde einfach keine Demokraten sind. In einem Hunderudel wird auch nicht diskutiert, wer Chef ist und was er darf und warum der das so will. Wenn der Unterhund Mist macht, dann gibts kurzspitz Ärger, danach ist alles wieder gegessen. Fertig. So versuche ich das auch. Hunde machen den Mist ja nicht, um uns zu ärgern, auch wenn das manchmal tatsächlich anders aussieht. Also Anschiss, ja oder nein?

Dann kommt natürlich dazu, dass diese kleinen Biestis sooooo niedlich sind, dass man sie kaum zusammenmotzen möchte. Ich kann Lottes Augen auch wirklich nur schwer widerstehen. Aber es geht, wenn man nur will. Schliesslich bleiben die kleinen Dinger ja nicht klein, sondern werden gross und dann gilt "Ein erzogener Hund hat mehr vom Leben." Erzogene Hunde können fast überall hin mit, sie haben keine Angst vor der Stadt, keinen Ärger mit anderen Hunden und wissen auch mit fremden Menschen zu umzugehen. Also muss man auch mit den kleinen Biesti schon streng sein. Und wehe man ist das nicht, dann ist der Hud aufs Leben verzogen!!!! Und wer will das schon?!?!?!?!?!?
Da muss ich anfügen, dass ich nicht der Meinung bin, aber ich finde versuche trotzdem Lotte schon so viel wie möglich und nötig beizubringen, aber auch Hunde sind ein Leben lang lernfähig, allerdings ists auch hier so, je älter, umso mehr hat sich eingeschliffen und um so schwieriger wirds.

Dann muss man sich fragen, nach welcher Methode oder welcher Mischung der Methoden man seinen Hund erziehen will, schliesslich muss man das konstant durchziehen. Clicker? DOGS? Schleppleine? Ignorieren bei Fehlern? Loben ohne Leckerchen? Oder doch lieber Kadavergehorsam? Ich verstehe, das Neuhundehalter damit ganz furchtbar überfordert ein können. Was, wenn die gewählte Hundeschule sich von der gewählten Methode distanziert? Oh Hilfe! Hundeschule wechseln? Methode wechseln? Aber das könnte ja dazu führen, dass der Hund für sein Leben traumatisiert ist! Versprochen, so schlimm nehmen sies nicht. Man sollte zwar seine Hundeschule mit Bedacht auswählen, aber die Trainer, die dort sind haben schon ziemlich lang Erfahrung mit vielen verschiedenen Hunden, ausserdem sollte man sich einfach auf sein Bauchgefühl verlassen.

Ganz ehrlich, ich habe mir solche Dinge 1000000 mal durch den Kopf gehen lassen und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass man seinen Hund einfach auch aus dem Bauch heraus erziehen sollte. Klar, man sollte sich Richtlinien festlegen und sich gut überlegen, was man will und was nicht. Ich habe in meinem Filofax eine kleine Liste, die mich an meine Erziehungsziele erinnert. Ausserdem steht dort, wie ich sie erreichen will und was ich von meine Hund erwarte und was ich aber auch von mir erwarte. Ausserdem habe ich jede Woche ein Erziehungsziel, was soll in dieser Woche laufen, was soll Lotte neu lernen, was soll sich nochmal besonders vertiefen. Vielleicht auch, was ich für mich besser machen möchte. Ausserdem finde ich eine Hundeschule unerlässlich, aber die wenn man sich ein bisschen an die Tipps der Trainer hält und offen und ehrlich mit seinen Fragen an sie herantritt (es gibt vermutlich nichts, was sie nicht schon gehört hätten, fragen kostet nichts, deshalb einfach mal versuchen :) ) dann wird vermutlich nicht so viel schiefgehen.

Man sollte sich bei dieser ganzen Erziehungskiste einfach immer wieder bewusst werden, dass unsere Hunde gern für uns arbeiten möchten, sie sind domestiziert und wenn man es ihnen richtig sagt (nicht für jeden Hund funktioniert jede Erziehungshilfe!), dann wird das schon werden.

Zum Schluss muss ich sagen, dass ich mich manchmal frage, warum sich (manche) angehende Eltern nicht einmal halb so viel Gedanken bei der Kindererziehung machen, wie moderne Hundebesitzer. Schliesslich und endlich ist ein unerzogener Hund zwar anstrengend und mühsam, aber Menschen ohne Anstand und Erziehung sind für mich einfach viel mühsamer. Sie nerven ungleich viel schlimmer als unerzogene Hunde, die nicht zurückkommen (ist ja nicht mein Problem, schliesslich muss der Besitzer die Biester ja suchen gehen), die an der Leine pöbeln (die nerven mich 1 Minute maximal, nämlich so lang, bis ich an ihnen vorbei gegangen bin) und die sonstwas für Blödsinn machen. Aber pöbelnde Kinder finde ich nervig, weil sie zu pöbelnden Erwachsenen werden können, die ihr eigenes Ego dauernd vorn an stellen. Wir alle wissen, das es von denen viel zu viele gibt Wohingegen ich den Eindruck habe, dass unerzogene Hunde einfach in der Unterzahl sind.

Das gibt sich, sagen schwache Eltern. Oh nein, es gibt sich nicht, es entwickelt sich!
Marie von Ebner-Eschenbach


Der letzte Kuss

Wenn ich ehrlich sein soll, dann habe ich eine Abneigung gegen Menschen, die an übersinnliche Phänomene glauben. Ich glaube, es sind viel mehr Phänomene, die wir spüren, wahrnehmen, aber nur am Rande des Bewusstseins. Menchmal streift uns etwas, was wir nicht erklären können.

Ich habe letzte Nacht, wie ich vermute, das letzte Mal von Dir geträumt. Mein brauner, wunderbarer Begleiter. Wir haben uns Leben ein letztes Mal Revue passieren lassen, die letzten elf wunderbaren, schwierigen, schönen, anstrengende Jahre.
Wir sind noch einmal unseren Weg gegangen, das erste Mal, als ich dich auf dem Bauernhof besucht habe. Du warst der dickste, gefrässigste und faulste deiner neun Geschwister. Wenn ich ehrlich sein soll, vermutlich war das deine Lebenseinstellung ein ganzes Leben lang. Aber dafür habe ich dich geliebt. Als wir dich abgeholt haben hätte ich so gern deine hellere Schwester mitgenommen, sie war so viel lebendiger als du es warst.

Der erste Spaziergang auf Sylt, alle Menschen wollten dich streicheln. Aufmerksamkeit hast du vom ersten Augenblick an geliebt, du wolltest immer allen Menschen gefallen. So klein und so verletzlich warst du damals. Aber das warst du nicht lange.

Dein Leben lang, warst du mein starke Schulter, mein Beschützer, mein Ein und Alles. Es gibt so viele Situationen, in denen du so wichtig für mich warst. Du warst mein Tagebuch, meine Handtasche mit den kleinen und grossen Dingen darin, die ein Mädchen mit sich trägt. Du hast meine erste grosse Liebe erlebt, du warst an meiner Seite, als diese erste wunderbare grosse Liebe auseinander ging. Was ich nicht verstanden habe, du warst eigentlich meine erste grosse Liebe, meine erste grosse Hundeliebe. Du wirst immer einen unglaublich grossen Platz in meinem Herzen reserviert haben, aber ich weiss auch, dass du diesen Platz gerne mit dem kleinen Wusel an meiner Seite teilst. Deine braunen Augen schauen jeden Tag prüfend auf die Kleine herab. Vielleicht flüsterst du ihr zwischendrin Tipps zu? Schliesslich warst du ein Meister der Menschenmanipulation, es gab wenig Menschen, die deinem Charme widerstehen konnten.

Aber für meinen Teil habe ich manchmal auch meine liebe Mühe mit die gehabt, du konntest so furchtbar stur sein, manchmal zu stur. Aber ich habe viel gelernt, Lotte findet das heute nicht so ideal, denn es gibt wenig Hundetricks, die ich nicht an dir gelernt hätte.
Wenn ich heute, meist abends wenn es kalt und dunkel ist, mit Lotte draussen bin, dass denke ich an dich, du hast die stillen Winternächte geliebt, durch den Schnee toben, auch wenn die Knochen schon wehtaten, Schneemänner zerstören und die Rübennasen auffressen, auch das haben wir ein letztes Mal heute Nacht miteinander gemacht. Vielleicht erzählst du es Lotte irgendwann einmal.

Wir waren ein letzes Mal schwimmen, du warst immer ein Schisshase und bist nie allein weit rausgeschwommen, aber wir waren ein echtes Schwimmerteam. Unzählige Tennisbälle, Flaschen, Schwimmspielzeuge haben wir aus Tümpeln, Meeren, Flüssen und Seen wieder herausgefischt, im Sommer war uns nie etwas zu kalt. Einmal reinspringen und durchschwimmen war immer drin. Ich hab dich ein letztes Mal aus deinen geliebten Dreckpfützen gezogen, Vollgas hinein, damit aus der kleinsten Pfütze auch noch der grösstmögliche Dreck resultierte. Du warst manchmal ein echtes Schwein, das hast du Lotte nicht erzählt, schömst du dich etwa dafür? Sie mag (noch) keine Dreckpfützen, aber ich weiss, du wirst es ändern.

Ein letztes Mal unser letzter Gang, cih werde nie vergessen, dass du mich in der Klinik nicht mehr anschauen konntest, weil du wusstest, dass du mich allein lassen würdest. Du hast mir bis zum Schluss nicht zeigen wollen, dass es dir einfach nicht gut ging, dass du nicht mehr konntest, aber doch noch so viel wolltest. Ich weiss, dass du dein Küken nicht allein lassen wolltest. Du hast bis zu dem Punkt, an dem du wusstest, dass ich mein Leben endlich in die richtige Bahn lenke an meiner Seite gestanden. Du hast alles, bis zum Schluss mitgemacht, du warst dabei. Und ich weiss heute, dass es dir manchmal sicherlich nicht leicht gefallen ist. Manchmal frage ich mich, warum mir nicht früher ein kleines Zeichen gegeben hast. Du warst einfach mein stolzer Krieger, mein Hasenfuss, mein Herz. Und dann konntest du mich nicht mehr ansehen, vor lauter Scham.

Ich habe dich bis zum Schluss nicht allein gelassen, für einen Augenblick in unserer besonderen Beziehung habe ich dich an die Hand genommen und dir den Weg gezeigt, ich war bei dir, als du deinen letzten Atemzug ausgehaucht hast, bis zum Schluss hast du in unserer Lieblingskuschelposition gelegen und ich habe dir von unserem letzen Mal Schwimmen erzählt. Ich hoffe, du magst den Platz, zu dem ich mit dir geschwommen bin. Aber ich denke schon, schliesslich haben wir dort unseren letzten Stock gefischt.

Ich liebe dich dafür, dass mich dein Bewusstsein letzte Nacht noch einmal berührt hat (zumindestens möchte ich mir das gern einbilden). Und obwohl du Lotte nie kennengelernt hast (du würdest sie furchtbar mühsam finden, sie redet die ganze Zeit und hüpft herum und will spielen...) hast du mir gesagt, dass dein Platz in meinem Herzen schrumpfen muss, damit sie ihren rechtmässigen Platz jetzt einnehmen kann. Ich lasse dich ziehen, ich weiss du wirst wiederkommen und mich an unsere wunderbare, schwierige, schöne Zeit erinnern.




Ewig Dein. Ewig Mein. Ewig Uns.

Mein Hund... die Rampensau

Ich habe es ja eigentlich nicht für möglich gehalten, aber so ein junges Beaglemädchen wie Lotte kann sich tatsächlich schon hervorragend in den Vordergrund spielen.... Glaubt ihr nicht?

Oh doch!

Sie findet Männer jüngeren Alters besonders attraktiv. Bitte? JA! ehrlich... Sobald ein Mann in diesem Alter den Raum betritt setzt Lotte ihren "Ich bin ein so unschuldiges Mädchen"-Blick auf und flirtet los. Sie hatte den Bogen zu Anfang noch nicht ganz raus, aber mittlerweile weiss sie genau, wie sie die Männer um den Finger wickeln muss. Durch einen scheuen Augenaufschlag und ein bisschen zärtliches Knabbern am Finger, oder durch wildes Totschütteln eines Spielzeuges. Ab er immer in wohl gewähltem Abstand zum Flirtobjekt... Ich sollte vielleicht doch nochmal bei meinem Hund in die Flirtschule gehen. Es ist fast schon genial, wie sie das macht.
Bis jetzt gab es kein Opfer, das ihr ernsthaft widerstehen konnte.... :)


Sobald Lotte draussen ein mögliches Opfer der anderen Kategorien, alte Menschen, Kinder, Menschen allgemein sieht fängt sie mit ihrem "Ich bin doch so ein kleines nettes Beagle Kind, bitte streichel mich Blick an". Es ist gewissermassen kontraproduktiv, dass ich ihr ausgesprochen gern beibringen würde, dass man an Menschen ohne mit der Wimper zu zucken vorbeigehen kann. Für ihre Flirtmasche natürlich, nicht für mich... Es gibt wenige Menschen, die ihre widerstehen können. Obwohl Lotte zwischenzeitlich eher ulkig als süss aussieht. Natürlich nur bei genauerer Betrachtung. Ihre Beine wachsen nicht so schnell wie der Rest, also könnte man sie zwischenzeitlich auch für einen Basset halten. Manchmal ist der Rücken zu lang, dann ist der Kopf wieder zu gross. Aber egal, die Menschen sehen immer nur den netten Augenaufschlag dieses Mädchens und dann sind sie nicht mehr zu halten. (Siehe: die Mantras eines Hundebesitzers)....

Aber nicht nur bei Besuch und draussen, nein, auch in der Hundeschule gibt Lotte alles, um positive Beachtung zu finden.. Fuss laufen, selten geübt, klappt prima, solange die Trainerin zuschaut (wohlgemerkt, wir waren das erste Mal im Junghundekurs..), Warten mit Absetzen, kein Ding... Aber wehe, wir stehen allein Wald... ;) Dann stehen wir da und Lotte erinnert sich kaum daran, wie sie heisst. Naja, ok, so schlimm ist es nicht. Sie liebt ihre Belohnungen und dafür würde sie wirklich alles tun. Was ihr dann wiederum positive Bestätigung von mir einbringt, was in Ermangelung anderer Alternativen auch manchmal ganz nett ist.

Lottes Charakter zeigt sich immer deutlicher und ich liebe sie einfach heiss und innig. Sie ist jetzt einen Monat bei mir und ich liebe ihre nonchalante Art mit neuen Dingen umzugehen. Kneipe? Kein Ding... Büro? Hei, lässig... Angst vor nichts und niemanden. Herrlich. Auch wiederum dank der guten Pflege und einer guten Zucht. Das einzige, was Madame ausgesprochen wiederwärtig findet sind Pfützen und Bäche... Aber daran arbeiten wir noch :)

A dogs day

Ich muss ja sagen, seit Lotte mein Leben bereichert gehts mir besser. Mal davon abgesehen, dass ich zu wenig schlafe. Aber uns passieren jeden Tag viele, viele lustige Dinge.

Fangen wir mal damit an, dass man eben auf der Strasse überall angesprochen wird. Immer, wirklich immer. Sogar nachts um vier, wenn das erste Tram fährt und Partygänger betrunken nach Hause kommen. Lotte muss immer nachts um vier einmal raus. Jedenfalls wird man auch in dieser Situation angesprochen. Sie ist aber auch wirklich zuckersüss die junge Dame.

Aber mal ganz ehrlich, dieses dauernde angesprochen werden ist auch ganz schön lästig. Lotte "kann" einfach nicht, wenn ihr fremde Menschen zu sehr auf die Pelle rücken. Oder fremde Hunde, oder Autos, oder Kinder, oder Kinderwagen. Das ist manchmal zugegeben ganz schön anstrengend, denn man ist immer so lange draussen, bis endlich alle weg sind und die junge Dame sich endlich auf das Wichtige konzentrieren kann. Das kann manchmal ganz schön mühsam sein. Vorallem zur Mittagszeit. Schliesslich wohnen wir an einem belebten Platz.
Lotte hat ja alle Zeit der Welt, aber ich manchmal eben nicht und manchmal ist es einfach auch kalt. Sehr kalt. Und ich vergesse ab und zu, im Eifer des Gefechtes, das ja offiziell Winter ist und man daher doch eine dicke Jacke anziehen sollte.

Diese Nachlässigkeit mündete nach einem Platzregen in zwei Blasenentzündungen, eine bei Lotte und eine bei mir. Welpenpiesel kriegt man ja zum Glück ganz gut vom Teppich weg. Aber der arme kleine Hund, während ich mich selbst therapierte sind wir mit Lotte natürlich zum Tierarzt gefahren. Zugegeben, ich finde, dass es nicht charmanteres gibt, als Tierarztrechnungen zu zahlen. Irgendwie hat man immer so ein gutes Gefühl. Bei meinen Arztrechnungen habe ich das nie. Zugegeben, alles, was ich für meinen Hund kaufe macht mich noch eine Spur glücklicher. Ich habe ein Fabel für Hundehalsbänder und Hundeleinen und wenn ich endlich das nötige Kleingeld dafür verdiene, dann werde ich meiner Sammlung vermutlich

http://www.elbhund.com/LEASHES_8.html

dieses Schmuckstück zufügen. Ich habe Simone gesagt mein Geschmack wäre zu teuer und sie hat mich gefragt für welche Schuhe ich den so viel Geld ausgeben würde. Als ich ihr gesagt habe, dass es für eine eine wäre, hat sie mich erst ratlos und verwirrt angeschaut. Für eine LEINE??? Und diese Frage kommt von einer Person, die einen grösseren Kleiderschrank für ihr Pferd als für sich braucht. Und die ihren Wallach mit pinken Gamaschen durch den Stall laufen lässt. :)
"Lissi, du spinnst, aber ich glaube Hundemenschen haben einfach einen an der Waffel.." Jop, stimmt. Pferdemenschen auch. Zum Glück besitze ich kein Pferd, aber die Accesoires hätte ich schon parat. ;)

Vom Thema abgekommen. Also eben Hundetage. Lotte bereichert das Leben, auch wenn ich auf einige Annehmlichkeiten wie nächtlichen Schlaf und Weggehen mit Freunden derzeit verzichten muss. Aber dafür stehe ich morgens auf und Lotte freut sich, dass ein neuer Tag angefangen hat. Sie freut sich einfach, dass alle da sind und das der Tag jetzt endlich anfängt. Herrlich. Das gibt auch mir jeden morgen den Elan früh aufzustehen und mit den Piefi vor die Tür zu wandern, es gibt meinem Leben eine Struktur, die ich seit dem Tod von Moritz vermisst habe. Mittags nach Hause gehen, Hund füttern, rausgehen. Den Tag über mindestens einen grossen Gang (ok, derzeit eher eine grosse Spiel und Erkundungsrunde) einplanen. Hundeschule, Spaziergang zu den Pferden und so weiter. Es macht einen Riesenspass den junden Dingern die Welt zu zeigen. Lotte liebt neues. Wenn sich etwas schnell bewegt ist zwar zu Anfang meist skeptisch, aber ihre Neugier siegt eigentlich immer.

Nur im Augenblick ist alles ein bisschen anstrengender, diese Blasenentzündung quält die Kleine und uns doch ziemlich. Denn Lotte pieselt wieder in die Wohnung. Sie muss einfach dauernd, armes kleines ding. Aber ich hoffe, das wird schnell besser und sie erinnert sich dann auch wieder daran, dass draussen gepieselt wird und nicht in der Wohnung. :) Ausserdem wird die Dame langsam richtig frech, sie versucht langsam, wo denn eigentlich wirklich die Grenzen sind. Es wird schonmal versucht in den Finger zu beissen, ausserdem probiert sie auch zwischenzeitlich gern mal den Chefposten neu zu verteilen. Gelingt aber eigentlich nicht. Ankläffen beim Fressen wird mit Nichtbeachtung und Futterwegnahme quittiert, als ich letztens ein Spielzeug zum Flicken wegnehem wollte wurde ich auch angebellt, aber nicht mit mir. Jetzt sind alles Spielzeuge bis auf eins weg und die anderen gibt es nur, wenn ich dabei bin. Tja, ich bin manchmal eben fies. Auch wenn das zugegebenermassen manchmal ganz schön schwierig ist. Schliesslich hab ich die kleine Motte wirklich zu lieb, aber naja, heute konsequent und dafür morgen mehr Spass am Zusammenleben. :)

Silvester, Welpenschule

Silvester wird jedes Jahr von neuem für Hundebesitzer zum Horrortag. Eigentlich weiss man morgens schon, dass Bello abends wahlweise den Berserker oder den Angsthasen gibt. Bei Mo kannte ich die Rolle nur zu gut, Angsthase. Aber Lotte dieses kleine vorwitzige Mädchen? Glücklicherweise weder noch, sie nahm die Ballerei recht gelassen hin. Ein kurzer wirklich heftiger Erschrecker war mal drin, aber sonst war sie völlig locker.

Wiedereinmal bin ich froh und glücklich mit diesem wirklich lockeren Hundemädchen zusammenzuleben. Dieser Blog soll ja eine Hommage an Lotte darstellen, aber ich glaube in diesem Eintrag muss ich sie wiedereinmal über den grünen Klee loben.

Wie man sich also vorstellen kann, war ich am Silvestertag einigermassen nervös. Zum Glück habe ich ausgesprochen verständnisvolle Freunde, die sich auch für einen Silvesterabend bei uns zu Hause ohne grosse Party erwärmen konnten. Die Tatsache, dass mein bezauberndes Hundemädchen sicherlich einmal bei jedem auf dem Schoss schlafen würde hat das Arrangement vermutlich noch zusätzlich attraktiv gemacht. Aber natürlich nicht nur :)

Also Silvester haben wir ausgesprochen gut überlebt. Aber da ist ja immer noch das Ding mit der Stubenreinheit, Lotte macht das eigentlich wirklich gut. Nur wenn Madame wirklich spielt wie ein Berserker, dann wirds schnell eng, oder feucht. Aber macht nichts, das ist normal.

Wenn da, ja wenn da diese eine Ding nicht wäre. Lotte hasst nasse Füsse, mein Kommentar, dass sie eigentlich ein Jagdhund und kein Schosshund ist macht auf sie keinerlei Eindruck. Heute Nacht kam es zum Showdown, 5 Uhr morgens ist ihre Zeit zum Rausgehen (das wäre ja alles ganz locker). Heute Nacht hat es in Strömen geregnet, das Problem dabei war, dass ich das erst in meinen Halbschalf gemerkt hatte, als ich schon vor der Tür stand. In Crocs, Jogginghöschen und Pullover. Das grosse Geschäft ging gerade noch ganz gut (muss sehr dringend gewesen sein), aber dann. Während Madame sich gnädig das Plätzchen sucht und über ein Viertelstunde nicht fand, rauschte mir ein Gebirgsbach durch meine Crocs. Das war der Moment, an dem ich mich ernsthaft fragte, warum ich eigentlich genau nochmal einen Hund haben wollte und nicht doch lieber eine Wohnungskatze.

Heute hat sich Madame noch zweimal bezahlt gemacht. Im Büro ein Kabel durchgebissen, in Jörgs Büro gepieselt, weil die junge Dame doch ein bisschen zu heftig mit ihrer neuen besten Freundin Quina, einer Bolonka Zwetna Hündin gespielt hatte. Die Tücken des Alltags.

Dafür hat sie heute Abend in der Welpenschule alles wett gemacht. Die geborene Königin. Sogar abrufen aus dem Spiel hat geklappt. Ich war wieder ultramegaüberstolz und unsere ganze Überei die letzen paar Tage hat sich gelohnt. So macht das Leben Spass. :)